Band 
(1815 - 1854)
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447
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4. Kap.)

Einzug der Franzosen in Rom-

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18,000 Mann erwartete. Inzwischen suchten die römischen Triumvirnfich die Franzosen geneigt zu machen. Sie erklärten, es bestehe keinGrund, warum die römische und die französische Republik sich bekämpfensollten, geleiteten die französischen Gefangenen zu den Denkwürdigkeitender Stadt, dann vor die Thore und entließen sie unter lauten Evvivas.Oudinot untersagte sogleich alle Feindseligkeiten und schloß einen acht-tägigen Waffenstillstand, worauf v. Lesseps mit den Triumvirn weiterunterhandelte. Kaum waren die Römer von dieser Seite frei, als sichGaribaldi auf die Neapolitaner warf, sie von Albano zurückdrängte(17. Mai) und, nachdem Rosellini Verstärkungen gebracht, ihnen beiVelletri eine empfindliche Niederlage beibrachte (19. Mai). Erst am6. Juni konnte Nunziante wieder bis Frosiuone vorrücken. Lesseps hatteinzwischen einen von der Assemblee genehmigten Vertrag mit den Trinm-virn abgeschlossen, und sich verbindlich gemacht, die römische Republik zuschützen, wogegen die Franzosen wie Bruder ausgenommen werden undgute Quartiere außerhalb der Stadt angewiesen bekommen sollten. Daverwarf Oudinot auf einen Wink des französischen Präsidenten diese Be-dingungen und v. Lesseps wurde abberufen. Die Franzosen begannennun am 3. Juni den Kampf, der besonders am folgenden Tage ausneh-mend heiß war. Am 5. schössen sie bei dem Thore St. Pancrazto Brescheund bereiteten sich zum Sturm. Die Römer schlugen denselben dreimalzurück und kämpften mit solchem Heldenmuth, daß Oudinot abziehen undeine regelmäßige Belagerung eröffnen mußte. Am 20. Juni waren dreiParallelen fertig und eine Batterie auf dem dominirenden Weinberge er-richtet, welche aus die feste Position Garibaldi's, die Villa des KardinalsCrissaldi, ein gewaltiges Feuer eröffnete. Um zehn Uhr Abends schrittOudinot zum Sturm, konnte aber erst um zwei Uhr Morgens in die demEinsturz nahe Villa eindringen. Am nächsten Morgen wurde Bresche indie Stadtmauer geschossen und in der Nacht des 21. der Sturm aus dieStadt glücklich unternommen. Oudinot hatte aber solche Achtung vorden Römern bekommen, daß er mit Vorsicht weiter schritt. Er ließ in-nerhalb der Stadt neue Schanzen anlegen und kämpfte sich unter großenMühseligkeiten bis zur Bastei St. Pancrazio durch, welche am 29. Junidurch Verrath genommen wurde. Die Anstrengungen Garibaldi's, diesePosition wieder zu nehmen, auslaugen. Seine 15,000 Streiter warenbis aufs Aenßerste erschöpft und die Anführer erklärten, es sei unmöglich,die Vertheidigung länger fortzusetzen. Am 2. Juli gab die Affembleeihre Einwilligung zur Kapitulation, welche am nächsten Tage abgeschlos-sen wurde. Affemblee, Regierung und Clubs lösten sich auf, die Barri-caden verschwanden und die Franzosen zogen in Rom ein, wo sie eineMilitairdictatur begründeten. Garibaldi, Mazzini u. A. verließen mit6000 Bewaffneten, unter dem Ruf: „Die Ehre ist gerettet", die heilige