332 Ciaſſ. XXVI. Von Gaͤrten.
— EEEEöEEöVW‚dieſe Zeit ſich die Natur der Wurtzelannimmt/ und alfo den Stammen des„Baumes bey Kraͤfften erhaͤlt.
2. Alle Baͤume ſollen geimpfft und gepflantzet werden/ wann der Mondunter der Erden iſt/(wie auch die Wein⸗Reben /) dann welcher Baum im zu-nehmenden Mond geimpfſet worden/ der waͤchſet in die Hoͤhe/ und wirdſchwanck/ welcher aber im abnehmenden Mond gepflantzet/ der wird meder-traͤchtig und ſtarck. 1
3. Die Bäaͤume ſolle man außheben an einem ſchoͤnen Tag.
4. Die Beſchneidung oder Stimmlung der alten verſetzten Baͤume/ iſtam fuͤglichſten im abnehmenden Mond des Monats Februartt/ und dieſes iſtauch die rechte Zeit/ die Pfropff Reiſer/ ſo man in die Spalte pfropffen will/ zubrechen oderabzureiſſen.
3. Die jemgen Baͤume/ ſo kuͤrtzlich verſetzt worden/ muſſen in ſolcher Zeitbeſchnitten werden/ ehe der Safft anfaͤnget zu ſteigen/ damit ſich die Wundendeſto eher wieder zuſchheſſen.
6. Die Baume zu binden/ und wol zu leiten/ iſt die beſte Zeit/ daß ſolchesgeſchehe im Hornung/ nemlich/ wann der groͤſſeſte Froſt vorbey/ und der Säͤfftnoch auffgeſtiegen iſt. b-.
II. Den Saamen dardurch man Baͤume pflantzen und aufziehenwill/anbelangend/ hat der Meyer uͤnd fuͤrſichtige Gaͤrtner auff folgende StuͤckeAchtung zu geben: 888
I. Die Gattung/ Geſchlecht/ Art und Natur der Kernen/ o-
der des Saamens. 1
I11. Den Ort und das Erdreich/ auch deſſen Zuberertung.
III. Die Zeit der Pflantz ⸗ und Anordnung der Baum⸗Schule.
IV. Die Wartung.
I. Die Gattung/ Geſchlecht und Natur der Kerne anbelangend/ſo koͤnnen dieſelbige ins gemein in zwey Theile unterſchieden werden/ nem-
lich in
1. Zahme/ und
a2. Wilde.
1. Die Zahme bleiben in ihrer rechten Art/ und beduͤrffen keines Impf-ens. Hingegen
8 2. Die Wilde wachſen wol auß ihren Kernen und Saamen/ wann manſte aber zahm marben will/ ſo muß man dieſelbige von neuem auff andere Staͤm-me impffen oder zweigen/ vornemlich Aepffel und Birn/ ſo man von geſqͤcten“ gezeuget/ an den jenigen Orten/ wo man keine wilde Staͤmme habenan.
Nota.