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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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332 Ciaſſ. XXVI. Von Gaͤrten.

EEEEöEEöVW‚dieſe Zeit ſich die Natur der Wurtzelannimmt/ und alfo den Stammen desBaumes bey Kraͤfften erhaͤlt.

2. Alle Baͤume ſollen geimpfft und gepflantzet werden/ wann der Mondunter der Erden iſt/(wie auch die Wein⸗Reben /) dann welcher Baum im zu-nehmenden Mond geimpfſet worden/ der waͤchſet in die Hoͤhe/ und wirdſchwanck/ welcher aber im abnehmenden Mond gepflantzet/ der wird meder-traͤchtig und ſtarck. 1

3. Die Bäaͤume ſolle man außheben an einem ſchoͤnen Tag.

4. Die Beſchneidung oder Stimmlung der alten verſetzten Baͤume/ iſtam fuͤglichſten im abnehmenden Mond des Monats Februartt/ und dieſes iſtauch die rechte Zeit/ die Pfropff Reiſer/ ſo man in die Spalte pfropffen will/ zubrechen oderabzureiſſen.

3. Die jemgen Baͤume/ ſo kuͤrtzlich verſetzt worden/ muſſen in ſolcher Zeitbeſchnitten werden/ ehe der Safft anfaͤnget zu ſteigen/ damit ſich die Wundendeſto eher wieder zuſchheſſen.

6. Die Baume zu binden/ und wol zu leiten/ iſt die beſte Zeit/ daß ſolchesgeſchehe im Hornung/ nemlich/ wann der groͤſſeſte Froſt vorbey/ und der Säͤfftnoch auffgeſtiegen iſt. b-.

II. Den Saamen dardurch man Baͤume pflantzen und aufziehenwill/anbelangend/ hat der Meyer uͤnd fuͤrſichtige Gaͤrtner auff folgende StuͤckeAchtung zu geben: 888

I. Die Gattung/ Geſchlecht/ Art und Natur der Kernen/ o-

der des Saamens. 1

I11. Den Ort und das Erdreich/ auch deſſen Zuberertung.

III. Die Zeit der Pflantz und Anordnung der Baum⸗Schule.

IV. Die Wartung.

I. Die Gattung/ Geſchlecht und Natur der Kerne anbelangend/ſo koͤnnen dieſelbige ins gemein in zwey Theile unterſchieden werden/ nem-

lich in

1. Zahme/ und

a2. Wilde.

1. Die Zahme bleiben in ihrer rechten Art/ und beduͤrffen keines Impf-ens. Hingegen

8 2. Die Wilde wachſen wol auß ihren Kernen und Saamen/ wann manſte aber zahm marben will/ ſo muß man dieſelbige von neuem auff andere Staͤm-me impffen oder zweigen/ vornemlich Aepffel und Birn/ ſo man von geſqͤcten gezeuget/ an den jenigen Orten/ wo man keine wilde Staͤmme habenan.

Nota.