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II. zog ich mit Augereau und Massena von Verona aus,und den andern Tag griff ich den Feind, den ich beyCaldiero aufgestellt fand, an. Ein hagelartiger Regen,den ein heftiger Nordostvvind meinen Soldaten ins Gesichtpeitschte, und die starken Stellungen des Feindesmachten unsere Anstrengungen vergeblich: wir wurdenzurückgetrieben. Nach meiner Zurückkunft nach Ve-rona befand ich mich in einer bedenklicken Lage 5überall war ich zu schwach'. Das Glück der Waffenschien sich förmlich gegen uns zu erklären. Hatteich es aber verstanden, seine Gunst zu benützen, sowollte ich nun auch beweisen, dafs ich es zu beherr-schen verstand, selbst wenn es mir entgegen war. Einanderer General an meiner Stelle würde nur darangedacht haben, über den Mincio zurückzugehen, und.er hätte Italien verloren. Allein meine ganze Zukunftstürzte mit dem Verluste meiner Eroberungen zusam-men. Ich beschlofs, die Etsch unterhalb Alvinzi’slinkem Flügel zu überschreiten, um in seinen Rückenzu kommen. Dieser Ausweg schien gewagt: alleiner war klug, weil er der einzige war, der mich nocheinigen Glückswechsel hoffen liefs.
Alvinzi hatte, als er auf der Strafse von Caldierovor Verona erschien, zu seiner Rechten unwegsameGebirge, zu seiner Linken die Etsch, vor sicheine Stadt, die durch ihre Befestigungen vor einem
j) Die Höhen von Caldiero sind ein Vorsprung der Berge vonSette-Communi, der bis,an die Etsch stufenartig abfällt. Diegrofse Strafse von Vicenza nach Verona führt darüber. DieHöhen, mit sehr steilem Abhange, mit Weinstöcken bedeckt,auf der einen Seite durch die Etscli, auf der andern durchdie hohen Gebirge, mit welchen sie Zusammenhängen, be-gränzt, bilden einen der merkwürdigsten militärischen Punkte.