Band 
Erster Band.
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157
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J 57

instradirt, sollten meine Armee auf fünfundsiebenzig-tausend Mann bringen. Es konnte diese grol'se Deta-chirung geschehen , ohne die Armeen in Deutschlandblol's zu steilen, indem diese unter den Kanonen vonStrafsburg und Düsseldorf standen, und überdiefs auchdurch frische Truppen aus Belgien und Holland an-sehnlich verstärkt waren. Dagegen wurde dadurch derKriegsschauplatz entscheidend auf den Punkt verlegt,wo der Feind am verwundbarsten war.

In Erwartung der Verwirklichung dieser schönen,noch ziemlich entfernten Hoffnungen, verwendete ichden Monat Dezember dazu, die innere OrganisationItaliens zu beschleunigen, und mich gegen Venedig,das durch die Gefahren und die Lasten des Krieges im-mer übler gestimmt wurde, auf die Hut zu stellen.

Ich sah ein, dafs, da Venedig nun einmal nichtin unser Interesse zu ziehen war, es das Klügste sey,es in Verlegenheiten zu verwickeln, und ihm alle Mit-tel, wodurch es uns schaden könnte, zu benehmen.In dieser Absicht und zugleich, um die linke Flankeund den Piücken meiner Armee von der Seite des Vel-telin zu decken, liefs ich das Schlots Bergamo, eineziemlich wichtige Citadelle auf dem äufsersten Vor-sprunge der Alpen gegen die Lombardey zu, besetzen.

Patriotische Gesellschaften, zu Brescia, Bergamound Crema gestiftet, streuten überall die Keime derDemokratie aus , die immer dem grofsen Haufen zu-sagt.

Ich hatte mich nach Bologna hegeben, sowohl umden Gang der beyden Republiken, der cispadanischenund transpadauisehen, zu leiten, als um den Papst zubedrohen und ihn zu Erfüllung der Waffenstillstands-Artikel zu zwingen, als ich erfuhr, Alvinzi rücke miteiner neuen Armee zum Entsätze von Mantua an.