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Erster Band.
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schickte Pesaro mit einer Erklärung wegen der Unru-hen von Brescia an mich» Ich bemühte mich, ihmdie Vortheile zu erweisen, die dem Senat durch eineunumwundene Annahme unseres Bündnisses, wozu ereinige Modifikationen in seiner Regierungsform ein-treten zu lassen hatte, erwachsen müfsten; ich gabihm sogar zu verstehen, dafs er dadurch, dafs er sichfür Oestreich erklärte, seinen Vortheil auf dieser Seitevergeblich suchen dürfte, indem ich noch vor vierzehnTagen die Kaiserlichen aus Friaul verjagt haben undnach Rärnthen eingedrungen sevn würde.

Der Senat hatte seinen Entsehlufs gel'afst; er liafs-te uns zu sehr, um sich an unsere Sache anzuschlies-sen, und zugleich war seine Furcht vor uns und demostreichischen Einflüsse zu grofs, als dafs er sich Oest-reich in die Arme werfen wollte. Er zeigte blofs dengewöhnlichen iVIuth des Feigen , und versuchte uns da-durch zu imponiren, dafs er siqh in Vertheidignngs-stand setzte, und seine gänzliche Neutralität bis auf’sAenfserste zu verfechten schwur. Man war auf der ei-nen wie auf der andern Seife zu einem solchen Gradevon Erbitterung gelangt, dafs ich mich durch dieseNeutralität nicht länger gntmüthig liinhalten lassenkonnte: sie hätte nur so lange gedauert, als der Siegauf unserer Seite war; allein bey dem geringsten zwei-felhaften Gefechte in den Norischen Alpen wären zwan-zigtausend Venetinner, durch die in Masse aufgebotenenBauern unterstützt, in unseren Rücken gefallen; hät-ten unsere Depots ermordet und unsern Rückzug ab-geschnitten.

Aber auch dieser Stand der Dinge hätte mich nichtbeunruhigt, wenn das Direktorium mit dem Könige vonSardinien in’s Ruine gekommen wäre; denn dann wares mir vermöge des piemontesischen Kontingents müg-