lieh, zehn, bis zwölftausend Franzosen zurückgelassen,um Venedig unschädlich zu machen. Allein der Turi-ner Hof wollte die Lombardey ganz oder zum Theil•versichert haben, (las Direktorium dagegen sich nichtso sehr binden , um diel’s bey dem Frieden mit Oest-reich zu einer Bedingung sine qua non machen zumüssen. Das Ganze war eine Kinderey, denn eine solcheKlausel ist immer auf die zu kommenden Ereignissehinausgesetzt: niemand ist verbunden, Unmög-liches zu leisten; auch hatten wir im Nothfalleauf dem rechten Po-Ufer noch etwas zu seiner Ent-schädigung übrig.
Unterdessen hatte sich der Erzherzog für seinePerson an die Piave voraus begeben , und erwartetedaselbst die drey Divisionen, die ihm durch Tyrol oderdas Drau-Thal vom Rhein zukommen sollten, alleinnoch sehr entfernt waren.
‘ Bernadotte und Delmas waren schon acht Tagebey meiner Armee eingetrolfen , als die östreichischenVerstärkungen noch durch Bayern zogen. Indem ichmich auf diese Art früher, als der Feind, gerüstet fand,handelte es sich darum, diefs zu benützen. Ich be-schlofs, ihm zuvorzukommen und ihn auf's heftigsteanzugreifen, ohne mich weiter um die Venetianer zubekümmern. Die Division Victor, welche zur Vollzie-hung des mit dem Papste abgeschlossenen Vertrags inAncona gebliehen war, erhielt den Befehl zum Rück-maische an die Etsch , wo sie meine Kommunikationendecken sollte. Ich setzte mich mit den DivisionfenMassena, Bernadotte, Serrurier und Augereau (letz-tere wurde damals von Guyeux befehligt), ungefährachtunddreyfsigtausend Mann im Ganzen, in Bewegung.Joubert überJiei's ich die Divisionen Delmas, Baraguay