Band 
Erster Band.
Seite
174
JPEG-Download
 

174

d’Hilliers und seine eigene zu Rivoli; diese betrügensiebenzehntausend Schlagfahige.

Wenn man vom Mincio ausgeht, bieten sich zweyOperations - Linien dar, um gegen die JistreichisclienErbstaaten zu agiren; die erste nördlich durch dasEtschthal oder durch Tyrol, die zweyte östlich, durchFriaul und Käinthen. Man sieht, dals diese beydenLinien einen rechten Winkel bilden, dessen Scheitel-Punkt Verona ist. So wie der Feind beyde Linien be-setzt hielt, so konnte man nicht die eine davon alleineinschlagen, ohne Flanke und Rücken dem feindlichenKorps,' das sich auf der andern vorbewegte, blofs zustellen. Durch Tvrol, wo auch der Vortheil der Ter-rainhindernisse auf Seiten des Vertheidigers ist, führteder Weg nicht so gerade in’s Herz der Erbstaaten, undüberdiefs war es mir nicht möglich, in seinen engenThälern meine StreillträRe zu entwickeln. Friauljnufste mir demnach besser Zusagen. Doch auch hierkonnte man nicht gegen Udine vorrücken, ohne demFeinde, der aus Tyrol debouchirte, den Rücken preifszu gehen. Das Passendste war also, keine doppelteund kleidende Operations-Linie zu bilden, sondern einstarkes Korps an die Ober-Etsch vorzuschieben, umden Feind in Tyrol aus dem Spiele zu bringen, unddann dieses Korps durch das Drau-Thal, welches dieNatur zur Begünstigung einer solchen Bewegung be-sonders geschaffen zu haben scheint, wieder den Wegzur Armee nehmen zu lassen. Es war diefs das zweck-,mäfsigste Mittel, die Schwierigkeiten des Kriegs-Schau-platzes zu beseitigen; allein im bestimmten Augen-blicke mufste man sich bey Klagenfurth wieder dieHand reichen — eine kitzliche und sehr verwickelteAufgabe.