stofsen. Den 5. April bricht er von Brixen auf nnclwendet sich über Prunecken und Lientz nach Villach:ein kühner Marsch, den er mitten durch ein empörtesLand, ohne einen Verlust zu erleiden, ausi'ührt.
Da Tyrol auf diese Art bis Trient- von uns ge-räumt war, so schlägt Kerpen seinen Marsch überRattenberg und das Salzathal auf Mührau ein, umsich mit dem Erzherzoge zu vereinigen.. Laudon, durchdie Tyroler Milizen verstärkt, zieht sich längs derEtsch hinab, wirft die schwachen Detachements, diesie decken sollten, über den Hauten, und begiebt sichnach der Terraferma von Venedig, wo Alles in Gäh-rung war.
Der Senat, durch die Ereignisse in Brescia, vonwelchen wir w;eiler oben sprachen, erbittert , hatteauf Nichts als Rache gesonnen. Laudon’s Annäherunggab das Signal zu einem allgemeinen Aufstande derLandbewohner, welche durch die (Jligarchen, mehraber noch durch die Geistlichkeit auf’s heisligste gegenuns aufgereitzt waren. Eine Wiederholung der sizi-lischen Vesper fand zu Verona Statt; alle Franzosen,die man in der Stadt fand, wurden ermordet. GeneralBalland, der daselbst befehligte, hatte sich mit drey-tausemlMann in die Schlösser zurückgezogen. Er wurdein denselben auf der einen Seite durch Laudon, aufder andern durch die Meuterer belagert; Letztere wur-den noch durch ein Korps Slavonier unter dem Gene-ral Fioravanti, das der Senat von Venedig abgeschickthatte, unterstützt. Nachdem Laudon aber von demWaffenstillstände von Judenburg in Kenntnifs gesetztworden war, gieng er nach Tyrol zui-ütk.
Auf ihre eigene Macht heschr nkt, konnten dieVenetianer einem Korps von ungefähr fünfzehntausendMann, das General Victor, durch die Vereinigung sei-