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Einrichtung einer demokratischen Republik gestatten;allein ihr Schicksal war von dem Gange der Unter-handlungen über den Definitiv-Frieden abhängig.
Anfänglich war davon die R.ede, die Existenz derRepublik dauern zu lassen, und sie durch die Legatio-nen für Friaul zu entschädigen; allein die Wendung,welche die Unterhandlungen nahmen, erlaubte diefsnicht. Ueberhaupt aber hoffte ich, Venedigs Abtre-_ tung an Oestreich sollte nur ein demselben gemachtesAnleihen seyn, das uns der nächste Krieg wieder zu-rückerstatten würde.
Wollte man diese Revolution auf die Wage stren-ger Gerechtigkeit legen, 'so würde man freylich nichtin Abrede stellen können, dafs die Venetianer aufge-opfert, worden seyen. Aber nie war die Wage der The-mis ein Attribut der hohem Politik. Venedig hatteunser Bündnifs zurückgewiesen; sein Hafs zeigte sichoffen. Auf die Umtriebe von Brescia hatte es mit ei-nem schrecklichen Aufstande geantwortet: der Kriegwar de facto erklärt — die Eroberung gesetzmäfsig-.
Hätte es sich blofs darum gehandelt, das Gebietder Terraferma zu besetzen, so wäre der Krieg an dem-selben Tage erklärt und beendigt gewesen; allein Ve-nedigs Lage mitten im Meere schützte es vor unsernAngriffen. Zweyhundert bewaffnete Schaluppen undGaleeren, sowie mehrere Fregatten, hätten uns jedeAnnäherung verwehrt, Nicht mit Gewalt durfte einAusgang herbeygeführt werden , der die Republik indie Arme der Engländer geworfen, und Venedig in denHänden dieser Inselmänner zu einem unnehmbaren Po-sten gemacht haben würde. Blofs mit Hülfe einerParthey, die uns herbeygerufen, und die alle Vertheidi-gungs-Anstalten neutralisiren mufste, konnten wir hineingelangen. Diefs waren die Beweggründe zu der von