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1565 unter Frankreichs Garantie an Bern abgetretenworden war.
ln ihren Reklamationen noch mefir begründet, alsdie Veiteliner, als die Bewohner der Terrafer-ma undals alle die, welche ihren Antheil an den unverjähr-hareu politischen Rechten ansprechen, wollten dieWaadtlander, dafs die Berner ihnen dieselben Rechtezugeständen, deren sie sich unter den Herzogen vonSavoyen zu erfreuen gehabt hatten. Es waren keineProletarier, die Gleichheit verlangten; es war ein auf-geklärtes Volk, das für seine vornehmsten Mitbürgerdenjenigen Theil an der öffentlichen Verwaltung ver-langte, der ihm durch Verträge zugesichert war.Frankreich war Bürge dafür; es hatte das Recht, sichin’s Mittel zu legen ;' statt aber diefs auf eine edleund wohlmeynende Weise zu thun, gieng es mit ta-delnswerther Hinterlist dabey zu Werke.
, Die Waadtländer empörten sich, verjagten dieBerner Amtleute und riefen die Division Massena, wel-che in Savoyen an den yfern des Genfersee’s in Kan-tonnirung lag, zu Hülfe. Zu Anfang Januars zog die-se, unter Brune’s Befehlen, in die Schweiz ein, undrückte bis an die Waadtländischen Gränzeri vor. DieBerner zogen in aller Eile ein Korps von zyvanzigtau-send Milizen an der Sarne zusammen.
Der Senat, innererh Zwiespalte zur Beute, durcheine mächtige französische Parthey gelähmt, oder, umes richtiger zu bezeichnen, in die Parthey des altenLandammanns Steiger und die Frischings zerfallen,entschlofs sich zu Bevvilligungen: er versprach, dieVerfassung in Zeit eines Jahres revidiren , und dieDeputirten , welche die alten Unterthanen des Waadt-landes und Aarau’s dabey vertreten sollten, in seineMitte aufnehmen zu wollen. Waren diese Bewilligun-Napoieon’s Leien, \ter Band,