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dreyfsigtausend Mann gut abgerichteter Infanterie, undeiner unzähligen Reiterey.
Ein dritter maraltischer Staat , unter der Herr-schaft des Rajah von Berrar, zog sich nördlich vomDekan hin : obgleich weniger mächtig, als die beydenvorgenannten, war er doch eines der furchtbarstenBtindesglieder. Holliar’s Familie herrschte über Mal-wa, und zwanzig andere kleine Lehensfürsten, unab-hängig von jenen , bezogen eine Art von Dotationen,Diaghir’s genannt.
Man sieht hieraus, dafs das marattische Volk ei-nen zahlreichen , dem deutschen Reiche nicht unähn-lichen Bund bildete, von welch ersterem er sich blofsdurch die kräftigen Einrichtungen der Hauptstaaten,aus welchen er bestand, und durch die häufigen Ver-änderungen unterschied , welche die orientalische Re-gierungs - und Lebensweise in der innern Organisa-tion jedes derselben hervorbrachte. Der hindostani-sche Bund bot das wirklich sehr sonderbare Schau-spiel eines grofsen erblichen Rajali dar, der weitausgedehnte Staaten ohne Machtvollkommenheit be-safs , und von zwey Grofswürdeträgern umgeben war,die, nicht zufrieden, ihre Aemter erblich zu machen,sich ohne alles Bedenken in die Domainen des Für-sten theilten , von dem sie ihre Belehnung erhielten.
Noch mehr zu beklagen war der mogolische Kai-ser, der Kronen vertheilte, ohne selbst eine behal-ten zu können ; denn er war im eigentlichen Sinneein Fürst ohne Unterthanen : unfähig, sich als Des-pot Gehorsam zu verschaffen , verkaufte er an Aben-theurer das Recht , eine unumschränkte Gewalt inseinen Staaten auszuüben; selbst damals arm, alsalle Münzen Hindostan’s mit seinem Bildnisse ge-prägt wurden, rühmte er sich dennoch, grofse König#
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