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Egypten ruhig. Die Kommission von Gelehrten, diein meinem Gefolge war, durehforschte diese alte Wie-ge der ersten Kultur. Wissenschaftliche Anstalten,durch ihre Bemühungen in Cairo errichtet, vertriebendie Langeweile , welcher man gewöhnlich in so ganzfremden Landen ansgesetzt ist; von einer andernSeite wurden Werkstätten, Giefsereyen, Pulvermüh-len und alle die Bülfsmittel, welche die Kunst demKriege verleiht, veranstaltet.
D er Bruch mit der Pforte störte diese frohenAussichten auf eine schmerzliche Weise.
Bald" verbreitete sich die' Kunde von diesem Er-eignisse in ganz Egypten und brachte eine allgemeineGährung hervor. Nachdem sich das Haupt der Mu-selmanen gegen uns erklärt hatte, waren wir weiternichts mehr, als Christenhunde, deren Ausrottungverdienstlich'wurde. Ein ernsthafter Aufstand brachden 22* Oktober, zu Cairo aus. General Dupuis, derdort befehligte, und heynahe dreyhundert unserer Of-fiziere unrjj^ Soldaten wurden ermordet Hier wurdees unerlässlich , grausam zu seyn ; meine Truppen,die um die Stadt herum lagerten, drangen hinein undmachten Alles nieder, was mit den Waffen in derHand angetrolfen wurde. Nach zweytägigem Geme-tzel wurde die Ruhe hergestellt, und dieser unter-drückte Aufstand diente blofs dazu , unsere Macht inEgypten zu befestigen. Von der andern Seite hatteDesaix die Unterwerfung Ober - Egyptens beendigt,und über die Reste der Mamelucken den Sieg beySediman davon getragen.
Unsere Ruhe war aber nicht von langer Dauer;ich erfuhr, dafs die Türken in Anatolien eine Armeezusammenzogen, welche längs der östlichen Küstedes Mittelmeeres nach Egypten eindringen sollte.