Formio festgesetzt worden war. Zwar hetheucrtc das IDirektorium bey jedem seiner Angriffe ganz treuher- jzig seinen Wunsch, die friedlichen Verhältnisse mit ’dem Kaiserhause beyzubehalten; gleich als ob es nö- jthig wäre, einen Staat ersten Ranges unmittelbar an- fzugreifen, um sich in Kriegszustand gegen ihn zu jversetzen , und als ob es nicht hinreichte , einen sei- j11er Nachbarstaaten zu zerstören, um ihm die Ergrei- *fung der Waffen zur Pflicht zu machen. Die neuernVerträge, welche die cisalpinische Republik, Rom und 'Piemont selbst eben erst in eigentlich eroberte Pro-vinzen umgewandelt hatten , berechtigten das WienerKabinet, aufser der Räumung der Schweiz und der >Wiederherstellung ihrer gänzlichen Unabhängigkeit, jwelche die ersten Unterpfänder für die Erfüllung desFriedensverlrages sevn sollten , noch weiter zu ver-langen, daf's auch jenen Staaten ^jhre Unabhängigkeitzurückgegeben, oder dafs wenigstens dem Hause Oest-l’eich für diese Vermehrung der Macht seines Neben-buhlers ein Aequivalent zugestande‘11 werde. Darf man |dem, was man sich hierüber erzählt, und was nur zu 1viele Wahrscheinlichkeit für sich hat, Glauben bey-jnessen, so scheint es, dafs man in Selz um verschie-dene Provinzen der italischen Halbinsel handelte, um jdadurch den Kaiser für seine Verzichtleistung aufSalzburg und das Inuviertel, so wie dafür zu entschä-digen, dafs ersden grofsen Einflufs Frankreichs auf diees umgehenden Republiken zugab.
Das Wiener Kabinet, durch die Zurückweisungseiner Vorschläge überzeugt, dafs es von Seiten desDirektoriums Nichts zu hoffen habe, beschJofs, sichRufsland anzunähern. Es konnte diese Macht den 'Ereignissen, die so eben Europa eine andere Gestal-.tung gegeben halten, um so weniger fremd bleiben,