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seine Kollegen auf ein gemäfsigteres System zurück-zubringeu? Hatte Talleyrands Einfluß auf FrankreichsPolitik sich wirklich schon so sehr ausgezeichnet, umden Ruf, dessen dieser Minister genol’s, zu rechtferti-gen? War es nicht vielmehr seit seiner Anstellung,dafs die vielen feindlichen Einfalle und falschen Schrit-te erdacht und ausgeführt worden waren?
Ueberdiefs nahmen die Erpressungen der Agentendes Direktoriums , von den (Quellen der Tiber bis andie Mündungen der Ems und die Granzen Rhatien’s,nur immermehr zu. Seine Prokonsuln veranstaltetenüberall, wo sie nur den geringsten Widerstand befürch-ten zu müssen glaubten, überall, wo man die Mey-nnng auszusprechen wagte, dafs die Freyheit nicht indem blinden Gehorsam gegen ihre Anmafsungen be-stände, Wiederholungen des i§. Fructidor’s. Kaumhatte sich die cisalpinische Republik von ihrem Er-staunen über die willkührliche Absetzung ihrer Magi-strate erholt, so kam Holland an die Reihe. Hierwar doch wenigstens ein scheinbarer Vorwand dazu.War die neue batavische Konstitution einmal ange-nommen , so mufsten auch neue Behörden eingesetztwerden. Die provisorische National-Versammlung, sowie sie nach dem 22- Januar fortbestanden hatte, er-liefs , nach dem Beyspiele des Konvents, am 4. Mayein Dekret, zufolge- dessen der gröfsere Theil desneuen gesetzgebenden Körpers aus ihrer Mitte ge-nommen werden sollte; denn es giebt nichts Einfaehe-re.s, als die Gewalt, deren Reize man erst einmal ver-sucht hat, beybehalten z'u wollen. Gen'eral Dändels,voll Verlangen, Beweise seiner Freyheitsliebe zu ge-ben, reiste in aller Eile nach Paris, um die Absich-ten einiger Mitglieder jener Regierung, welche unserdamaliger Gesandter im Haag, Karl Delacroix, unter-