Band 
Erster Band.
Seite
280
JPEG-Download
 

Beyspiel der Planta und der Salis-Seewis vermochtennicht, die Patrizier zu bewegen, sich der Volksherr-schaft und dem lästigsten politischen Joche auf einmalzu unterwerfen. Vergebens suchten vsie zu Paris umBeybehaltung ihrer alterthiimlicheu Einrichtungen undihrer Unabhängigkeit nach ; Talleyrands Antwort liefsihnen keine Hoffnung übrig, und nun überliefsen siesich der Leitung der Salis, die, treue Anhänger Oest-reichs, den Beystand des Wiener - Kabine ts anriefen.Di eses beeilte sich, ein Korps von sechs bis siebentau-send Mann, durch alle Verträge mit dem Kaiser Maxi-milian ausbedungen, dahin abzusenden, und am 19.Oktober rückte eine kaiserliche Division in Chur ein.

D as Direktorium, dem Frangois - de - Neufchateau’s .Rückkehr bewiesen hatte, dafs man nur vermittelstgrofser Bewilligungen auf Frieden zählen dürfe, über-zeugte sich nun von der Nothwendigkeit, sich schlag-fertig halten zu müssen. Seine Armeen bestanden blofsaus ärmlichen Cadres; sie vermifsten ihre besten Re-gimenter, die an den Ufern des Nils und in den Sand-wüsten Syriens ihre Zeit eben so unnütz verloren, wiefrüher die Streiter Veits von Lusignan vor Plolemais.

Das Aufgebot verschaffte keine Leute mehr, auchkonnte unter gegenwärtigen Umständen jenes Revolu-tionsgesetz keine Anwendung mehr finden.

In einer Berathung des Direktoriums mit den Kriegs-männern, welche Sitz im gesetzgebenden Körper hat-ten, überzeugte es sie von der Nothwendigkeit, der Ar-mee eine Rekrutirungsweise sichern zu müssen, dieeben so rasch auszuführen, als zuverläfsig in ihren' Erfolgen sey; Schon zu Ende Augusts legte GeneralJourdan den Gesetzes - Entwurf vor, der alle jungenLeute von 20 bis 25, Jahren, ohne Ausnahme, dem Mili-tairdienste’unterwarf. Diese Aushebung, weniger streng,