Band 
Erster Band.
Seite
288
JPEG-Download
 

288

hoffte, da Championnet sie nur mit achtzehntausendMann , die vom adriatischen bis an das Mittelmeerzerstreut waren , deckte. Mack rückt, vom 23. biszum 27- November, in mehreren Kolonnen gegen Romvor , und nöthigt Championnets kleine Armee , sichauf Civ'ita-Castellana (das alte Veji) zurüekzuziehen,durch dessen natürliche Wälle gesichert, er Hülfs-truppen abwarten kann.

Um diese herbeyzuholen, eilt der Obergeneralnach Ancona. In seiner Abwesenheit greift Mack dieGenerale Kellermann und Macdonald an, die ihn aberzurücktreiben. Championnet, zu seiner Armee zu-rückgekehrt , läfst zu Calvi eine vereinzelt stehendeneapolitanische Division , welche seine Kommunika-tionslinie zu bedrohen wagt, aufheben ; dann manöv-l-irt er , um die Division Damas , die ihre Richtunggegen Viterbo genommen hat, abzuschneiden. Mack,voll Schrecken, räumt Rom. Ferdinand IV. gehtnach Neapel zurück und verordnet eine Aushebungin Masse. Damas , ganz allein gelassen , schlofs mitKellermann einen Vertrag, in Folge: dessen er sichwieder einschiffen durfte.

Championnet, der den 13. Dezember wieder inRom einriickte, blieb einige Tage dort, um Nachrich-ten aus dem nördlichen Italien abzuwarten; denn indem Augenblicke, wo er von dem König von Neapelaus Rom vertrieben worden war, hatte sich das Ge-rücht verbreitet , dafs der König von Sardinien undder Grofsherzog von Toscana mit jenem Fürsten ge-meinschaftliche Sache machten. Obgleich diese Nach-richten sich auf keinen diplomatischen Vorgang stütz-ten, so waren denn doch die Verhältnisse des Direk-toriums zu diesen Fürsten zu sehr umwölkt, als dafsman ohne alle Besorgnisse seyn durfte. Erst neuer-