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sehe Wagschale auf clie Seite des Siegers neigte. Von' jetzt an glaubte das Wiener-Kabinet das Recht zu ha-ben, über das Schicksal von Süddeutsehland zu ent-scheiden. In der Absicht, um zu erfahren, wie weit |sich die Reichsfiirsteu mit dem französischen Direkto- |rium eingelassen hätten, beauftragte es seinen bevoll- 1jnächtigten Minister, Grafen von Lehrbach, auf Mittelbedacht zu seyn, sich ihre Korrespondenz mit denrepublikanischen Geschäftsträgern zu verschaffen. Die- jser fand liein sichereres, als im Augenblicke der Auflö-sung des Kongresses den Packwagen der französischenGesandtschaft gewaltsam wegnehmen zu lassen; er wur-de bevollmächtigt, die zur Ausführung dieses Wage-stücks nöthigen Truppen vom Erzherzog Karl zu ver-langen. Der Erzherzog verweigerte sie anfänglich,mit dem Einwurfe, dafs seine Soldaten sich nicht indiplomatische Angelegenheiten zu mischen hätten; alsaber der Graf von Lehrbäch neue Befehle vorlegte, [sah sich der Erzherzog bemüssigt, eine AbtheilungSzeckler-IJusaren zu seiner Verfügung zu stellen. DerOberst dieses Regiments wurde ins Geheimnifs gezo-gen. Der Offizier, der mit der Ausführung beauftragtwar, sollte nur den Kanzley-Wagen aufheben, die Pa-piere daraus "nehmen , und jgelegenheitlich Jean Debryund Bonnier, zur Strafe für die Anmafsung, womit siewährend der diplomatischen Verhandlungen verfahrenwaren, einige Hiebe mit dem flachen Säbel heybrin-gen. Roberjeot, ein alter Schulgenofse des östreichi-schen Ministers und in freundschaftlichen Verhältnis-sen mit demselben, war namentlich von dieser Maafs-regel ausgenommen.
Die französischen Bevollmächtigten sollten am 28*April abreisen; allein am [9. Abends wurden sie auf-gefordert, sich unverzüglich zu entfernen, indem die