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Moreau hatte sich in Turin überzeugt, dafs. die.Haujrtstadt eines unterjochten Königreichs dem Sie-ger, der sie in den Rang einer Provinzialstadt herab-setzt, nicht sehr gewogen seyn könne; er mufste Be-satzung in die Citadelle legen , "und sieh in der Ge-gend von Valenzia und Alexandria conzentriren , umGenua und den Pafs über die Apenninen, dessen Be-sitz zur Rettung Macdonalds und der Armee von Nea-pel unerläl'slich war, zu decken. Suwarof folgte Mo-reau auf dem rechten Po - Ufer und auf der Strafsevon Alexandria. Seine Vorhut nahm den Weg vonValenzia nach Turin auf dem linken Ufer. Diesewill, in zu grofsem Eifer, ohne Befehl bey Bassigna-no über den Flufs gehen, um da^ französische Lagerbey Valenzia zu überfallen, wird aber von den acht-zehntausend Mann, die Moreau noch übrig hat, zurechter Zeit selbst angegriffen und mit Verlust zu-rückgevvorfen.
Dieses fehlgeschlagene Unternehmen undMoreau’sschöne Vertheidigung hey Marengo und Alexandria,hielten Suwarof nicht ab, bey Cambio auf’s Neueüber den Po zu gehen, und am 27- May als Siegerin Turin einzuziehen , dessen Einwohner in Verbin-dung mit Wukassowich’s Vorhut die Besatzung an-,griffen. Moreau, umringt von Feinden und Insurgen-ten , welche in demselben Augenblicke Ceva überfie-len und so seine letzte Verbindung abschnitten , ge-langte nach Asti. Hier heschlofs er, seine Streitkräfteauf den Apenninen zu sammeln , indem er sich einenAusweg bahnte , um sich mit der Division Perignon,welehe Ligurien besetzt hielt, zu vereinigen.
Während dieser Vorfälle in Italien kam Massena,welcher in Graubündten von allen Seiten gedrängtwar, wohlfeileren Kaufes , als man hätte vermuthenNapoteon's Leben, lter Band. 20