3 C 7
sich von ihrem mifslungenen Unternehmen des t.May’s zu erholen, .entschlossen sie sich endlich am14. zu einem neuen Angriffe auf Luziensteig, und eshatte der Erzherzog zu diesem Behufe eine Verstär-kung von zwolftausend Wann mit dem Befehle abge-scdiickt, sich mit Bellegarde darüber in’s Einverstäud-nifs zu setzen. Mittelst dieser mächtigen Unterstü-tzung umgehen und nehmen sie das Fort, durchbre-chen die Division Menard, werfen ihren linken Flü-gel auf Sargans zurück, und drängen den rechten inder Richtung auf Dissentis an den Fufs des St. Gott-hards. Lecourbe überläfst Loison die Vertlieidigungder Zugänge auf Airolo , und eilt selbst zur Verthei-digung der bedrohten Alpen.
Das Wiener Kabinet , mehr darauf bedacht, sichin Italien immer fester zu setzen , als die neuorgani-sirfen Korps, welche wir in Graubündten preisgahen,aufzureiben, hatte Bellegarde den Befehl erlheilt, nurdie Division Haddick zur Wegnahme des St. Gotthardszurückzulassen, und durch das Veitelin nach Mailandzu marschiren , um daselbst Suwarof zu verstärken,welcher gerade mehrere Festplätze und die von Nea-pel kommende Armee angreifen f wollte. Dieser Um-stand trug zu Lecourbe’s Rettung bey, der nach einemebenso ehrenvollen, als mühseligen Rückzuge nachAltdorf zurückkam ; auf diesem Rückzuge hatte er so-gar der Brigade St. Julien, welche von Dissentis indas Reufs - Thal hinabgezogen war, und einer andernAbtheilung, welche sich in das Muttenthal, zwischenihn und Massena’s Hauptkorps gewagt hatte, tüchtigzugesetzt.
Der Erzherzog Karl, durch Bellegarde’s Abmarschnach Italien in seinen Ansichten etwas gestört, hatte