Band 
Erster Band.
Seite
322
JPEG-Download
 

3 22

den, wenn es ihnen gelänge, Massena aus der Schweiz zuverdrängen, und die natürlichen oder künstlichen Hin-dernisse anzudeuten, welche man in dieser Richtung ei-ner grofsen Invasion entgegensetzen könnte. Obschoneine ausgezeichnete Militärperson in einer einleuchten-den Abhandlung den Durchgang zwischen den Vogesenund dem Jura als die natürliche Direktion angegebenhatte, so war doch General Clarke, der Chef dieses Bu-reau’s, 'eigensinnig genug, zu behaupten, sie müssedurch die Schweiz und über die kottischen Alpen aufLyon gehen. Demzufolge übergab er eine lange Aus-arbeitung, in welcher er alle Maal'sregeln anzeigte,die zu ergreifen wären, um die GränZen der Alpenzu decken. Diese Mittel bestanden hauptsächlich inBildung einer Armee, welche den grofsen und kleinenSt. Bernhard, den Simplon, den Mont-Cenis, denMont-Gene vre und den Col de l’Argentiere bewachensollte, während die Armee von Italien durch die Apen-ninen debouchiren und der Belagerung von Coni z\t-vorkommen, oder jene von Mantua aufheben-, und dieArmee in der Schweiz^ eine starke Diversion an derLimmat bewerkstelligen sollte.

Das neoe Direktorium , welches fühlte, dafs esseinen Kredit durch einen glänzenden Streich wiederhersteilen müsse, ernennt Joubert, einen jungen Ge-neral, der zu grofsen Hoffnungen berechtigt, an dieStelle von Moreau, den man mit Fahius Cunctatorvergleicht und dazu bestimmt, das Kommando amRheine zu übernehmen. Sein Nachfolger soll eineArmee von fünfundvierzigtausend Mann in Ligurienneu organisiren und auf’s Neue an den Po vorrücken,um Mantua zu entsetzen. Championnet, den man vorGericht gezogen hatte, weil er so dreist gewesen war,zu Neapel den Prokonsuln des Direktoriums zu tro-