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Zweyter Band.
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Preufsen gewann hiebey zu sehr, als dafs sein Mi-nister sich hätte bedenken dürfen; auch war diefs dieehrenvollste Art, den nun schon zu spät gezogenen De-gen wieder einzustecken. — Haugwitz willigte blind-lings ein; er schätzte sich glücklich, seinem Herrn,statt der Kunde von einem furchtbaren Kriege, dievon einer Vergröfserung überbringen zu können; ichaber gewann auch dabey, indem ich den Krieg mit ei-nem natürlichen Bxmdesgenossen dadurch vermied, undPreufsen gegen England compromittirte.

Dieser Vertrag wurde den 15 Dezember unterzeich-net, und mit dem am 26 zu Prefsburg mit Oestreichabgeschlossenen Frieden war die dritte Koalition gegenFrankreich zu Ende. Oestreich mul'ste sie etwas theuerbezahlen; ich verlangte von ihm die venetianischenStaaten, um mein Königreich Italien und mein Seesy-stem dadurch zu verstärken, auch trat es mir Tyrol unddas Innviertel zu Bayern’s Vergröfserung ah. Um jenetapfern Bundesgenossen unwiderruflich an mich zuknüpfen, erhob ich Bayern und Würtemberg zu König-reichen, und die Markgrafschaft Baden zu einem Grofs-herzogthume. Salzburg, das durch den Frieden vonLüneville an den Grofsherzog von Toskana abgetretenworden war, gieng an Oestreich über. Der Grofsher-zog erhielt dafür Würzburg, das ihn mehr von mirabhängig machte; zum Ersätze für Würzburg und dasHerzogthum Berg, das beydes der Kurfürst von Bayernan mich abtrat, erhielt derselbe, abgesehen vom Inn-viertel und Tyrol, noch weiter Anspach.

Zu gleicher Zeit liel’s ich Rufsland Friedens-Vor-schläge machen. Alexander wies sie zurück; es wardiese Zurückweisung grofsartig, denn, sowie er in Frie-den willigte, theilte er auch die Demüthigung seinerVerbündeten. Durch dessen Verwerfung bewies er