Band 
Zweyter Band.
Seite
193
JPEG-Download
 

193

terien von Concarneau bey Lorient auf den Stründ lau-fen. Vuillaumez Geschwader wurde von einem fürch-terlichen Sturme betroffen und zerstreut; der Admiralerreichte mit seinem Schiffe Havannah, drey anderegeriethen in die Hände des Feindes oder wurden ver-brannt; ein einziges kam in unsern Hafen zurück.

Nicht eben so unglücklich war Admiral Linois in 'den Indischen Gewässern; er hatte reiche Prisen ge-macht und Ile-de-France lange unterstützt. Als er abernach der Einnahme des Kaps durch die Engländer nachEuropa zurückkehren wollte, gerieth er während derNacht mitten unter ein feindliches Geschwader, undwurde nach einer sehr schönen Gegenwehr mit demtMarengo, worauf er sich befand, gefangen.

Der üble Erfolg dieser letzten Versuche bestätigtemeine Ansicht, dafs man zu mächtigeren Mi tteln schrei-ten müsse, wenn man je den Sieg über England er-ringen wollte. Auf dem Festlande mufste das Geheim-nifs ausgemittelt werden, wodurch man seine Machtund seinen Handel untergraben könnte; dadurch alilein, dafs ich alle Küstenländer unter meinen Einflußbrachte, konnte ich auf Seeleute und Schiffe für dieZukunft hoffen; bis zu jenem erwünschten Zeitpunkteaber konnte ich, im Besitze jener Küsten, dem Allein-handel meiner Feinde allen Zugang versperren.

Am sichersten konnte dieser Zweck durch eine engeVerbindung mit den Mächten des Festlandes erreichtwerden; wie aber durfte man auf eine solche Sinnes-Gleichheit hoffen, die den Handels - Verhältnissen dereinen und dem Ehrgeize der an der n zuwider war? Die-se, gedemüthigt durch unsere Siege , sannen, auf Nichtsals Rache; jene fanden ihren Wohlstand allein in ih-ren Seeverhältnissen und den Vortheilen ihrer Neutra-lität. In Ermanglung einer solchen Uebereinstim-Napoleoris Leien. %tev Band ; 13