mochte, deren Grundsätze und Absichten aber unsernheutigen zu sehr entgegen waren?
Rufsland, dem England grofsen Schaden zufiigenkonnte, fürchtete sich gleichfalls vor dem zu grofsenEinflüsse, der Europa von meiner Seite bedrohte, undgriff gegen mich zu den Waffen; somit konnte ich, derich mich im Kriege mit demselben befand, mich nichtum sein Bündnifs bewerben. Preufsen, das viel durchseine Neutralität gewonnen hatte, hoffte alle Gewitteran sich vorübergehen zu sehen, ohne von denselben er-reicht zu werden; auch war es allein nicht mächtiggenug, um das von mir gewünschte Gegengewicht ab-geben zu körnten. Mit 7 Millionen Einwohnern konnteman Oestreich und Rufsland wölil nicht im Zaumehalten, auf>er es wären jene durch Frankreichs sämmt-liche Macht unterstützt worden, — und diefs lag weitaufserhalb unseres Zweckes r ).
Was für ein Ausweg blieb mir also übrig? Der,mich mit mehreren Staaten zweyten Ranges zu umge-
1) Wenn ich hier sage, dafs Preufsen kein hinlänglich starkerBundesgenosse War, um das Gleichgewicht auf dem Fest’andesiche.m zu können, und später angebe, dafs es bey meinemKampfe mit dem Norden der mir nothWendlgste Bundesge-nofse War, der allein mich zum Herrn von Deutschland ma-chen konnte, so liegt hierin kein Widerspruch. Die ersteBehauptung bezieht sich auf einen Seekrieg bey der damali-gen Lage Europa’s 1805, nämlich auf einen Krieg, für wel-chen Frankreich alle seine Mittel verwenden Wollte, ohne aufdem Festlande eine Hauptrolle während desselben zu über-nehmen. Allein bey einem Kriege auf dem Festlande, beyWelchem das deutsche Reich für uns war, konnte Preufsen,mit uns vereinigt, uns zu Europa’s Schiedsrichter machen.Im ersteren Falle hätte Preufsen eine Hauptmacht des Fest-landes »eyn mästen, im zweyten genügte es als Hulfsmacht.