Band 
Zweyter Band.
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Montenegriner verstärktes Detachement hinein-, so dafswir uns desselben blofs mit Gewalt bemächtigen konn-ten. Ich verlangte, Oestreich solle mich in den Besitzdes Hafens setzen, und da ich zu Land nicht andersvon Venedig nach Dalmatien, als über Triest und durchKroatien gelangen konnte, so nahm ich hiezu den denVenetianern früher immer von Oestreich bewilligtenfreyen Durchzug in Anspruch.

Ein Ereignifs von ganz anderer Beschaffenheit ent-zweyte uns beynahe in Deutschland; die Oestreicherhatten von ihren Truppen abgesendet, um von Würz-burg, das an den Grofsherzog von Toskana, nicht aberan das Wiener Kabinet abgetreten worden war, Besitzzu nehmen. Diefs hätte nach dem alten Herkommendes deutschen Reiches recht wohl angelien mögen, al-lein mit meinen Absichten auf Deutschland vertrug essich nimmermehr. Ich befahl, den Marsch der durchSchwaben ziehenden Gefangenen einzuhalten; ich liefsmeiner Armee die Depots-Bataillons einverleiben, auswelchen Lefevre’s und Kellermann’4 Reservekorps be-standen , und brachte sie hiedurch auf überzähligenStand; ich ertlieilte dem von mir in, Bayern zurück-gelassenen Fürsten von Neuenburg den Befehl, Brau-nau den Oestreichern nicht zu übergeben, und die Ba-taillons, die sich in’s Würzburgische vorwagen wür-den, aufzuheben, wenn sie sich nicht auf die ersteAufforderung zurückzögen *).

Mein Entschlufs war gefafst; des Bündnisses mit

l) Siehe in den Beylagen die beyden an den Fürsten Von Neuen-burg erlassenen Schreiben, Nr. 2 und 6. Die BesetzungWürzburgs durch die Oestreicher war nach dem alten Syste-me des deutschen Reiches ganz natürlich; aber gerade diesesSystem wollte Napoleon umwerfen.