dafs unsere Verhältnisse zur Pforte zur Zeit meine?Krönung beynahe abgebrochen waren, und dafs Mar-sehall Brune von Konstantinopel zurüekkam, ohne dafsihm, meine öffentliche Anerkennung als Kaiser daselbstgelungen war. Der bestochene Divan, das Andenkenan meine Expedition nach Egypten und der englischeEinflufs hatten ihm Schwierigkeiten in den Weg ge,legt, welche blofs die Zeit zu heben vermochte.
Der Feldzug von Austerlitz war jedoch sehr ge-eignet, unsern Kredit bey der Pforte wieder emporzu-bringen, und ihr eine hohe Idee von dem zu geben,was sie mit unserem Beystand würde vollbringen kön-nen. Selim III. hatte grofse Anhänglichkeit an Frank-reich ; mehr erfreut über unsere Erfolge, als vieleFranzosen selbst, bescliiol's er, eine Gesandtschaft anmich zu schicken, die mir ztt meiner ThronbesteigungGlück wünschen sollte.
Voll Verlangen , zu erfahren, welche Vortheile einesolche Lage der Dinge mir würde verschaffen können,schickte ich den General Sebastiani dahin ab — einenMann von Gewandtheit, Geist und Unternehmung, des-sen angenehme Formen vollkommen für einen Unter-händler pafsten, und der, in seiner Eigenschaft als Sol-dat, bey dieser Sendung dann doppelten Nutzen leistenkonnte , wenn je die Pforte sich zu einem Kriege genö-thigt sah. Ich empfahl ihm nichts destoweniger die gröfsteVorsicht, als ich ihn von den bereits eingeleiteten Un-terhandlungen in Kenntnifs setzte. Seine durchausfriedlichen Instruktionen lauteten jedoch dahin, seineganze Geschicklichkeit darauf zu verwenden, dafs dieHospodaren der Moldau und Wallachey, die nichts An-deres als russische Agenten waren, abgeschafft würden.Ich sah diefs blofs als den ersten Schritt an, um unsernEinflufs in Konstantinopel wieder herzusiellen, und