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Zweyter Band.
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welchen ich mich hey einem etwaigen Unfälle nachFranken zurückziehen konnte.

Meine Armee rückte auf drei Strafsen nach Sach-sen ein, rechts zogen Soult, Ney und eine bayerischeDivision von Bayreuth über Hof nach Plauen; im Cen-trum marschirten der Grofsherzog von Berg, Berna-i dotte und Davoust von Bamberg über Cronach nachSaalburg; links nahmen Lannes uud Augereau vonSchweinfurt aus ihre Richtung über Koburg undGra'fenthai auf Saalfeld.

Das erste Gefecht fand am 8 Oktober Statt. Einepreufsische Abtheilung, welche den Uebergang überdie Saale bey Saalburg vertheidigen wollte, wurdedurch den Grofsherzog von Berg aus ihrer Stellungvertrieben; Tags darauf stiefs die Kolonne meines Cen-trums während ihres Marsches auf Tauenzjen’s Korps.Bernadotte griff es an, und trug über dasselbe einennicht sehr streitig gemachten Sieg davon.

Auch mein linker Flügel »rat gleich mit Erfolgenauf. Am io griff Lannes bey Saalfeld die durch denPrinzen Louis von Preufsen befehligte Vorhut desHohenlohischen Korps an. Der Feind wurde geschla-gen und verlor 1000 Mann und 30 Kanonen. PrinzLouis, ein junger Mann, der zu grofsen Hoffnungenberechtigte, wollte die Schande einer Niederlage nichtüberleben und suchte den Tod, den er auch fand; alstapferer Ritter hatte er gelebt, er starb als Held.Nachdem er früher mein Bewunderer gewesen war,wurde er mein geschworner Feind, weil er mich ge-fährlich für Preufsen hielt; seine Vaterlandsliebe lei-tete ihn irre, und trotz Allem, was er gegen michunternommen hat, lasse ich ihm doch recht gernGerechtigkeit wiederfahren.

Ich hatte gröfsern Widerstand erwartet. Die Er-