Band 
Zweyter Band.
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eintraf, und gegen unsern linken Flügel heranzog.Diese mächtige Verstärkung an frischen und begeister-ten Truppen war entscheidend. Die Preufsen, ausIlassenhauseu vertrieben, stellten sich nichtsdestowe-niger hinter demselben wieder auf ; der König beschlofs,gegen unsern linken Flügel einen Reiterey - AngrilF zuversuchen, ähnlich dem, der Bliichern am Morgen soübel bekommen war. Mit Muth führte Prinz Wilhelmmehrere Angriffe auf Morand’s Truppen aus, die inBataillons - Vierecken schachbrettförmig aufgestellt wa-ren. Die bis zum Eigensinne gesteigerte Aufopferungdieses Prinzen scheiterte mehrmals an der furchtbarenFronte, die unsere tapfern Fufsgänger ihm entgegen-stellten: durch gefällte Bajonnette angehaltcn, das !Kleingewehrfeuer hart auf dem Leibe, von unsern Bat- Iterieen mit Kartätschen begrüfst, geriethen die feindli-chen Schwadronen in eine Unordnung, welcher der selbstverwundete Prinz nicht mehr Einhalt zu thun vermoch-te; sie flüchteten sich zum Theil nach Neu-Sulza, zumTheil nach Auerstädt.

Friant drang seinerseits bis Tauchwitz vor, über-reichte des Prinzen Heinrich linken Flügel und dieäufserste feindliche Linie,

Kaum sah sich Morand des Reiterey-Angriffes ent-ledigt, so stürzte er sich auf Rehausen. Der König -hatte sich überall irn stärksten Gewühle der Angriffe |befunden, und schon ein Pferd unter dem Leibe ver- iloren. Er legte eben so viel Kaltblütigkeit als Tapfer-keit an den Tag; er selbst führte einen Theil seinerReserve gegen unsern linken Flügel vor; allein von Da-youst’s auf dem Sonnenberg aufgestellter Artillerie undInfanterie in die Flanke genommen, wurde es ihm un-möglich, das Gefecht herzustellen, und Morand zuverhindern, sich in den Besitz von Rehausen zu setzen.