Band 
Zweyter Band.
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Unordnung und Verwirrung begannen in der preufsi.^chen Infanterie einzureissen.

Jetzt, glaubte Davoust, sey der Augenblick zuFührung des entscheidenden Streiches erschienen; dieEckartsberger Hohen beherrschten des Feindes linkenFlügel; durch ihre Wegnahme war der taktische undstrategische Punkt des Schlachtfeldes zumal gewonnen,weil man sich dadurch des geraden Weges nach Frey-burg bemeisterte und dem Feinde seine letzte Rück-zugslinie versperrte. Die Division Gudin marschirte.über Tauchwitz und Gernstädt dahin ab — die Divi-sion Friant über Lisdorf. Nichts konnte dem Unge-stüm ihres Anfalles widerstehen. Der alte Möllendorf,durch einen Schufs verwundet, übergab das Kommandoan Kalkreuth; da aber auch der letzte Kern seiner Re-serve den Angriff auf Eckartsberge nicht meljr aufzu-halten vermochte, so war alle Hoffnung zu Herstel-lung des Gefechtes für ihn verschwunden; seine Trtijj-pen giengen in Unordnung über die ziemlich tiefeAuerstädter Schlucht.

Der König, dem des Fürsten von Hohenlohe Nie-derlage noch unbekannt war, ordnete den Rückzug aufWeimar an; das Verderben seiner Armee wäre voll-ständig gewesen, wenn Bernadotte nur die Hälfte vondem, was er thun konnte, gethan hätte. Um 3 UhrMorgens von Naumburg aufgebrochen und gegen 6 Uhrbey Hamburg angelangt, hätte er noch von da aufSulza debouchiren, den König angreifen und ihm je-den Rückzug abschneideu können; er zog aber vor,seinen Marsch nach Dornburg fortzusetzen, wo dasSaale-Thal viel schwieriger zu passiren ist, so dafser erst in der Nacht in der Gegend von Apolda ein-traf. Gleichwohl diente sein unverhofftes Erscheinenauf diesen Höhen, die auf eine Strecke weit die Wei-