Frieden zugeschieden worden war, hatte in den feind-lichen Reihen gegen mich gefochten. Ich strafte ihndafür durch die Besitzergreifung seiner Länder. Mor-tier rückte sodann in Gemeinschaft mit dem Könige vonHolland auf Kassel vor.
Der Kurfürst, in gewisser Beziehung Preufsens Va-sall und einer meiner unverholensten Feinde, war nachEngland abgereist und hatte seinen sehr bedeutendenSchatz, die Frucht der Subsidien, welche sein Hausseit der Koalition gegen Ludwig XIV im Jahre 1703beständig von England bezog, mit sich genommen. Die20,000 von ihm gegen mich gerüsteten Soldaten streck-ten vor geringeren Streitkräften die Waffen, und wur-den aufgelöst. Der König von Holland rückte sodannmit der gallo-batavischen Armee nach Hannover, undnach einigen leichten Scharmützeln 6chlofs er diepreufsische Division Lecocq in Hameln und Nien-burg ein , und bemächtigte sich, bcynahe ohne einenSchufs zu thun, des ganzen Kurfürstenthums, sowie desHerzogthums Braunschweig und der Hanse-Städte Bre-men nnd Hamburg.
Die bayer’schen und würtembergischen Kontingentenahmen, nachdem sie von Bayreuth Besitz ergriffen,und den rechten Flügel der grofsen Armee bey ihrementscheidenden Marsche gedeckt hatten, ihre Richtungüber Plauen auf Dresden, und reichten bey ihrem wei-teren Vorrücken an die Oder Davoust die Hand; siebildeten das ijte Korps.
Die Kontingente der übrigen kleinen Fürsten lie-ferten die Besatzungen in unserem Rücken, Hessendarm-stadt nach Spandau und Stettin, Nassau nach Berlin.
Aber auch die Sachsen wollte ich wieder an michziehen; schon vor dem Kriege hatte ich eine Prokla-mation erlassen, worin ich ihnen Preufsens Vorhaben