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Dritter Band.
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Erzherzoge Maximilian die Oeberleitung der Verthei-digungs- Anstalten übertragen; es sollte dieser Prinzein aus alten Truppen und Landwehr bestehendes 15,000Mann starkes Korps erhalten. Nordinann’s leichte Di-vision kam noch zu seiner Verstärkung ; die aufgeregteEinwohnerschaft Wien’s hatte zum Theil die Waffenergriffen, und wenn man den Berichten darüber Glau-ben schenken darf, so hatte der Erzherzog wenigstens20,003 Mann zu seiner Verfügung.

Um die Truppen und die Einwohnerschaft anzu-spornen, suchte man das Andenken an den Widerstand,den Wien dem Vezier Ifiuperli geleistet hatte, anfzu-frischen; man sprach ihnen von den Spaniern, vonSaragossa; aber wir waren keine Türken, und die gu-ten Wiener keine Arragonier. Der grol'se Umfang derLinien von Wien gestattete nicht, uns aufzuhalten.Der Erzherzog Maximilian räumte die reichen Vor-städte, um sich innerhalb der alten, mit regelmäfsi-gen Basteyen versehenen Werke, die aber kaum mitdem nothigen Geschütze versehen waren, zu concen-triren. Der Hofkriegsrath hatte viel bessere Anstaltenzur Belagerung von Maynz, als zur Vertheidigung sei-ner Hauptstadt getroffen. Gleichwohl konnte der Erz-herzog mit einem so beträchtlichen Korps uns genugzu schaffen machen. Besser als meine Gegner kannteich den Werth der Zeit, und- ich war nicht gemeint ,nur eine Secunde daran zu verlieren: ich versuchte,sie dadurch zu verschüchtern, daf's ich einige Grana-ten in die Stadt werfen iiefs ; man antwortete mir hier-auf mit einem heftigen Feuer von den Wällen, ohnealle Schonung für die Vorstädte. Mich dauerten diearmen Einwohner, nnd ich gab dieses Mittel auf, umzu einem- sicherem zu greifen, denn aus Mangel anschwerem Geschütze, vermochten wir Nichts gegen