Band 
Dritter Band.
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auf’s Neue zweifelhaft. Griff ich ihn aber in dem Zu,stände von Entkräftung, worein ihn die Niederlagenin Bayern hatten versetzen müssen, an, so hoffte ich,ihn ganz gewifs zu schlagen, und durch einen glän-zenden Streich den Krieg zu beendigen. In der Vor-aussetzung, dafs ich mich auf die Defensive beschränktsehen würde, so war es auch dann noch besser, Herrder beyden Ufer zu seyn, wenn es auch nur dazu ge-dient hätte, mich, im Falle der Feind drohende Streit-kr.äfte auf dem rechten Ufer zusammenziehen würde,auf dem linken Ufer frey bewegen zu können. Ohnediesen Vortheil besaß* ich blofs eine gewagte Opera-tionslinie, die von Straubing durch eine, mit Böhmen,das der Feind zu seinem Hauptvertlieidigungsplatze aus-ersehen zu haben seh en, parallellaufende enge Schluchtliinführt. Der Erzherzog, auf Prag basirt, durfte blofsdie Coueentriiung der Gesammtmacht der Monarchiebey Linz zu Stande bringen, um mich in eine höchstschwierige Lage zu versetzen Hatte ich mir eineBrücke gesichert, so konnte ich dagegen ohne Gefahreine Schlacht auf dem rechten oder linken Ufer an-nehmen ; denn mir blieb, wenn auch ein Unfall mirbegegnete, ein Rückzug auf das entgegengesetzte Ufergewifs, weil der Erzherzog, nicht stark genug, auf bey-den Ufern zugleich operiren zu können, mir immerdas eine freylassen mulste.

I) D>fs scheint mit dem Erühergesagten im Widerspruche zuseyn, ist es aber nicht; wenn der Erzherzog blofs eine Diver-sion gegen Linz machte, so würde er dadurch der französischend:mee keine grof,e Gefahr gebracht haben; wenn er aber, aufFtag basirt, mitHiller, Kollowratli und dem Erzherzoge Johannn< h Linz zuriickmarschirt wäre, so war diefs eine ganz andeieSacke; allein er hätte dabey auch ziemlich grofses Spiel gespielt.