179
Haus, jeden Garten mit dem glänzendsten Muthe. Dieauf die Hälfte herabgeschmolzene Division Molitorsieht sich endlich genöthigt, Abends g Uhr das Dorfzu verlassen. Massena eilt zur Division Legrand,stürzt sich an ihrer Spitze in das Dorf, und nimmtwieder einen Theil desselben ; der Feind bleibt Meistervom Kirchhofe, der so vieles Blut gekostet hat.
Nie gab es für die französischen Truppen einenrühmlichem Tag, als diesen: weniger als 30,000 Mann >hatten sich gegen 80.000 unter dem conceutrischen Feuereiner unzähligen Artillerie geschlagen. Es war einwahres Wunder.
Die zu verschiedenen Malen gebrochenen und ebenso oft wieder hergestellten Brücken machten endlichOudinot’s und Lannes Truppen den Uebergang währendder Nacht möglich : die Garde und Nansouty’s Küras-siere zogen mit Tagesanbruch hinüber.
Nun erst, den 22Sten, durfte unsere ungefähr 5^-000Mann starke Armee daran denken, eine etwas ausge-dehntere Stellung einzunehmen. Wäre Davoust da ge-wesen, so hätte ich von meinem linken Flügel aus ge-schwenkt, indem ich ihn an die Donau lehnte, undmit dem rechten einen Hauptangriff machte; hiezuaber hätte es der Anwesenheit des jten Korps und deserforderlichen Raumes bedurft, um uns formiren undunsere Frontverändeiung ohne F.ntblölsung der Brückenausführeu zu können. Der Feind hatte die Absicht,uns zuvorzukommen. Schon um 2 Uhr Morgens läfster Aspern wieder angreifen; etwas später dehnt sichder Angriff bis Efsling aus; der Erzherzog leitet den-selben persönlich. Lannes sieht sich genöthigt, es mitAusnahme der Scheuer, die dessen Verschanzung bil-det, zu verlassen; bald aber durch St. Hiiaire, der so