Band 
Dritter Band.
Seite
204
JPEG-Download
 

204

F.reignifs wurde für die Tapfern der italienischen Armeedurch die Erzählung der Schlacht von Efsling und deruns noch bedrohenden Gefahren getrübt : allein dieVereinigung war dadurch nur um so glücklicher undwünschenswertlier, und die Nachricht, dafs die Brückenwieder hergestellt seyen, führte vollends das Vertrauenzurück. “Eugen beeilte sich, alle seine verwendbarenStreitkräfte zum Uebergange über die Gebirgskette desSümmering zusammenzuziehen; der kleinen DivisionKusca übertrug er es, Kärnthen zu bewachen, und dabeyTyrol zu beobachten. Broussier erhielt den Auftrag, mitseiner Division das Schlofs von Grätzzu belagern,Steyer-mark zu bewachen und das Sau-Thal zu beobachten.

Die Schnelligkeit meines Marsches nach Wien, undmein Interesse für die so eben von mir berichtetenOperationen haben mich auf einen Augenblick von dengleichzeitigen Vorgängen in Pohlen und dem nördlichenDeutschland abgezogen, wo der Aufruhr durch die be-reits erwähnten Umtriebe jeden Augenblick allgemeinwerden konnte.

Die Plane des Herzogs von Braunschweig , Dörn-Lerg’s und Sehiil’s wurden jedoch wegen Mangel anZusammengreifen in der Ausführung vereitelt.

Nach allen uns zugekommenen Nachrichten warendie ersten Tage des May zum Ausbruche dieses Aufstan-des bestimmt. Mehrere Zufälligkeiten störten den sosehr verwickelter Plan. Hingerissen durch die erstenErfolge der Oesterreicher in Bayern, bildeten sich schonam 23 April zu Wolfshagen in .Westplialen Zusammen-rottungen. Hieronymus läfst auf die Nachricht hievonDörnberg zu sich rufen, um ihn gegen die Aufrührerabzuschieken. Dieser hält sein Vorhaben für entdeckt,und flüchtet sich, sowie er den König verlassen hat,zu jenen Zusammenrottungen.