20.5
Hieronymus erscheint, nachdem er sich von seinerersten Bestürzung erholt hatte, vor seinen Garden underklärt, ihrer Ehre und ihrer Piechtlichkeit seine Per-son anvertrauen zu wollen. Diese grofsherzige Auf-forderung findet wackere Leute, die sie zu würdigenwissen, und sogar Jene, die ihm am wenigsten zuge-than waren, schwören, ihn nicht zu verlassen.
Hieronymus hatte einen durch seine Kaltblütigkeitund seinem festen Charakter bekannten Mann zumKriegsmini ster 5 seinen Veranstaltungen ist cs zu dan-ken, dal's Alles, was sich von französischen.-hatavischenund westpliälischen Truppen von Wesel und Maynz anbis Kassel vorfindet, sieh auf einmal in Bewegungsetzt. Dörnberg, von dem General Rewbell verfolgt,geschlagen und versprengt, rettet sich mit einer klei-nen Anzahl von Offizieren nach Sachsen, utn dort zudem Herzoge von Braunschweig zu stofsen.
Schill, durch die Wegnahme von Dörnberg’s Pa-pieren compromittirt und durch getreue Freunde hie-von in Keuntnifs gesetzt, hatte nicht Lust, seine Ver-haftung abzuwarten. Den 29 April bricht er an derSpitze seines Husaren-Regiments von Berlin auf, fin-det aber die sächsischen Truppen zu Wittenberg nichtsehr geneigt, in seine Plane einzugehen. Den 7 Maywendet er sich gegen Magdeburg, wo die feste Hal-tung des General’s Michaud und des OberstenWouthier allein die westphälischen Bataillons abhält,sich für ihn zu erklären. Von hier wirft er sich audie Nieder-Elbe, ohne Zweifel in der Hoffnung auf dieUnterstützung der Engländer, die eine bedeutende Aus-rüstung angekündigt hatten, und bereits durch einigeSchiffe Demonstrationen bey Stade machen liefsen.General Gratien, Befehlshaber einer zu Erfurt befind-lichen holländischen Brigade, setzt ihm nach, und von