Band 
Dritter Band.
Seite
221
JPEG-Download
 

22t

higten sie Bayern; im Süden hatten sie Husca von derKarthner Glänze verjagt; im Westen warfen sie sich inGemeinschaft mit den Vorarlberger Insurgenten nachSchwaben, und verbreiteten Schrecken bis an den Rhein.Chasteler, der Tyrol räumt und nur eine österreichischeBrigade unter dem General Buol daselbst gelassen hat-te, war zwischen unsern Posten in Kärnthen und Steyer-marli durchgegangen, um sich an den Erzherzog Jo-hann anzuschliel'sen: er hätte uns, nachdem er sichmit Zach’s Dethchements und Giulay’s Korps vereinigthatte, grofse Unruhe verursachen können, wenn er ge-meinschaftlich mit der ungarischen Insurrektion aufunsere Kommunikationslinie debouchirt hätte. DieseBesorgnisse wurden durch Eugen’s Operationen undden glücklichen Ausgang der Schlacht von Raab zer-streut. Es mufste jedoch dieser Festplatz selbst nochunterworfen werden; an dem Einflüsse der Raabin dieD onau gelegen, war er mit einem Umkreise von siebenBasteyen gegen die Türken versehen worden: zwischendem Platze und der Donau befand sich ein verschanztesLager von einer Stunde im Umfang; die Werke warenin keinem besonders guten Stande, und auch schlechtausgerüstet. Der Besitz von Raab war darum vonWichtigkeit, weil er dem Feinde ein Debouche auf dasrechte Donau-Ufer eröifhete, und es lag mir daran,ihm diesen Angriffspunkt zu entreissen. Der ErzherzogJohann hatte nur 2,400 Mann, die Hälfte Milizen, hin-eingeworfen ; Eugen liefs den Platz mit einem vonWien dazu hergeschickten Park durch Laurision an-greifen. Er fiel den 24 Juny in demselben Augenblicke,wo der Erzherzog Karl zu dessen Unterstützung Maafs-regeln anordnete, die früher hätten genommen werdensollen.

Der Erzherzog Karl halte sich über seinen Bruder