Band 
Dritter Band.
Seite
265
JPEG-Download
 

265

sei Süd-Beveland, unrl, durch das schlechte Benehmeneines holländischen General’s begünstigt, gelang esderselben auch, sieh des Forts Batz, an der Spitze,wo die Schelde sich in zwey Arme theilt, gelegen, zuhemeistern. Es war diefs ohne allen Zweifel ein Ver-lust; allein solange wir im Besitze der Forts Lillo,Kopf von Flandern, Friedrich-Heinrich und Liefens-hiiek, die sich auf beyden Ufern der grofsen Scheldezwischen dem Fort Batz und Antwerpen befinden, wa-ren , hatte jene Wegnahme Nichts zu bedeuten. In-zwischen hatte General Rousseau, von dem auf Cas-sancl vortreffliche Anstalten getroffen waren, Zeit ge-wonnen, den 4. August eine Verstärkung von zwey Ba-taillons in das vom General Monnet befehligte Vlies-singen zu werfen, indem die englische Flolte nicht ein-mal daran gedacht hatte, dessen Kommunikation mitBreskens zu unterbrechen.

Vliefsingen ist blofs mit ganz einfachen Werkenumgeben und ohne bedeckten Weg: es ist ein schlech-ter Festplatz. Von dessen Mängeln zu sehr überzeugt,verfiel General Monnet auf den Gedanken, starke Aus-fälle zu machen und dadurch die Belagerer in ihrenArbeiten aufzuhalten. Ungeachtet der vom GeneralOsten an den Tag gelegten Unerschrockenheit wurdendiese Ausfälle auf verschanzte Linien und wohl verse-hene Batterieen nachdrücklich zurückgewiesen ; sieentmuthigten die Besatzung, ohne irgend einen Nutzenzu gewähren.

Endlich, am 13 August, begannen die Engländernicht nur aus ihren Land-Batterieen, sondern auch vonihrer grofsen Bombardier-Flotille aus, ein furchtba-res Feuer. Von allen Seiten brach Brand aus 5 nichteine Kasematte war bombenfest. Nach drey Tagen sogrofsen Gelärm’s kapitulirte Monnet am löten und gab