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Dritter Band.
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ligung gegenseitiger Vortheile zu gewinnen, als es annieinen Wagen gespannt zu erhalten: durch Furcht er^wachsen oft mehr Freunde, als durch wahre Interessen.Bey dem ersten zuÄwvartendcn Kriege mul’steOesterreichsich für mich erklären, oder ich begann denselben damit,innerhalb acht Tagen in das seiner Festungswerke be-raubte Wien einzuziehen, und die Monarchie für immerzu zerstückeln. Der zweyte Feldzug wäre dann gegenjene eröffnet worden, die sich hätten dagegen setzen wol-len, und nicht die Zeit dazu halten. Hätte der Feldzugvon lSl2keine so üble Wendung genommen, so wäre derPlan ganz herrlich gewesen ; Niemand hätte daran ge-dacht, Fehler an demselben aufzusuchen. Doch gesteheich, wenn man den Stand der Dinge ganz so nimmt,wie er im Jahre ig09 war, dafs jener Plan mehr grofs-artig und kühn, als klug war. Es war vielleicht fürRußland, für Frankreich und für mich ein Unglück,dafs Kaiser Alexander den Vorschlag, einen Bevoll-mächtigten zur Theilnahme an den Unterhandlungenin Schönbrunn abzuschicken, ablehnte. Es hätte schwergehalten, die Abtretung Gallizien’s an das HerzogthumWarschau im Beyseyn eiiies russischen Ministersdurchzusestzen, dem nicht unbekannt war, dafs derTilsiter Vertrag solche ausdrücklich untersagte. Eshätte diefs vielleicht zu ganz andern Ausgleichungengeführt, die vermittelst einer Theilung der österrei-chischen Beute das russische Bünduifs in seiner vol-len Kraft erhalten, oder uns Oesterreich dadurch, dafswir ihm weniger harte Bedingungen auferlegten, zumBundesgenossen gemacht haben würden.

Doch kehren wir von diesen Hypothesen zur Sachezurück. Es war bey dem Vertrage auf die durch einweiteres Bündnil’s möglichen Wechselfälle so wenigRücksicht genommen worden, dafs man bis zum letz-