Ney’s Vorhut stiefs auf ihrem Marsche bey demPasse von Banos, in den ausgebrannten Gridos-Gebirgen,auf den Partheygänger Wilson. Es wurde dieser anglo-portugiesische General, trotz seiner unnehmbaren Stel-lung, deren Hindernisse er auf alle denkbare Weisenoch vermehrt hatte, gesprengt, und mit einem Ver-luste von tausend Mann in die Gebirge von Gata, andie Gräuze von Portugal, zuriickgevvorfen.
So endigte der kurze Feldzug von Tnlavera, eineder merkwürdigsten Episoden in diesem Kampfe. Jo-seph’s militairische Talente erschienen dabey in nichtbesonderem Lichte: der Engländer, die sich nach Ba-dajoz flüchten, entledigt, allein in steter Besorgnifswegen der Gefahr, womit die Spanier seine Hauptstadtbedrohen, und nicht einsichtsvoll genug, um die Ach-tung gebietende Vereinigung der ihm zu Gebot stehen-den fünf Armeekorps zu benützen, hat er seinen ein-zigen Gedanken darauf gerichtet, Sebastiani gegen Va-negas, und Ney nach Salamanka marschiren zu lassen.Wahr ist es, letzterer Punkt steht ganz entblüfst da,und Beresford, von dem Herzoge von Parquo unter-stützt, hätte, wäre er unternehmender gewesen, — vondieser Seite her einen gefährlichen Versuch auf unsereKommunikationen im nördlichen Spanien machen kön-nen. Allein man mufs zuweilen Nebensachen, wiewichtig sie auch immer 6eyn mögen, aufzuopfern wis-sen ; hier trat ein solcher Fall ein. Wäre Joseph nurein etwas besserer General gewesen, und hätte er nichtgar zu grofses Verlangen getragen, sich wieder in sei-nem Pallaste sehen zu lassen, so hätte er Wellingtonnicht einen Augenblick zu Athem kommen lassen. Ermufste ein Armeekorps zu Toledo lassen* und mit denvier andern über die Engländer, wo sie immer nochvorzufinden waren* herfallen, und hätte es erst noch in