Lissabon oder Cadix geschehen können. Nie bot sichim ganzen spanischen Kriege eine gleich schöne Ge-legenheit. Nichts habe ich aus meiner ganzen stürmi-schen Laufbahn mehr zu bedauern, als daf's ich michdamals nicht bey meiner Armee am Tajo befand. Wennauch Beresford bis an den Duero, und Vanegas nachMadrid vorgedrungen wären, so hätte ich mich darumsehr wenig bekümmert; sie hätten von Glück zu sagengehabt, wenn sie nach der Niederlage der Ilauptarmeewieder mit heiler Haut davon gekommen wären.
Die Nachrichten von meinem Siege bey Wagram,vom Waffenstillstände von ZnaYin, und dem Rückzügeder Engländer an die Guadiana, trösteten Joseph überden Verlust von Galicien, und über den bey Talaverawiedevfahrenen Schimpf; allein nun hätte er nicht imSchoofse eines negativen Sieges einschlafen sollen.
Marsehall Soult schlug, wie man sagt, dem Königevor, in Eilmärschen auf Lissabon auzuriicken, undzwar in demselben Augenblicke, wo Wellington sichbey Badajoz von seinen in den Engwegen von Arzobispound Guadalupe ausgestandenen Aengsten zu erholenhoffte. Der Augenblick schien in der That ganz dazugeeignet, um dem Feinde nach der Hauptstadt von Por-tugal zuvorzukommen, und dadurch sein ganzes Ver-theidigungs-System über den Haufen zu werfen. Warumaber nach Lissabon marschiren, da Wellington sich vonBadajoz aus auf Cadix basiren konnte? Gegen seineArmee mufsten jene vier Korps, die stark genug waren,ihn in der Fronte angreifen zu können, verwendet, undzugleich auf eine Weise dabey manövrirt werden, wo-durch er von seiner Rückzugslinie abgeschnitten wurde.Die Furcht, Madrid könnte dann den Streichen derSpanier blofsgestellt bleiben, überwog in Josephs Augenalle übrigen Gründe,