325
Die Truppen, aus welchen das dritte Korps bestand,waren meist neu errichtet, und von verschiedenen Na-tionen; die mühsamen Belagerungs-Arbeiten hatten siemüde und verdriefslich gemacht. Durch ihre numeri-sche Stärke wurde ihre moralische Schwäche nichtaufgewogen; sie betrug höchstens 15—16,000 Mann.Zum Glücke hatte so eben General Suchet dieb.es wich-tige Kommando von Junot übernommen.
Als jener General den 19 May zu Saragossa ein-. traf, um sich das Kommando übergeben zu lassen,
; waren seinem Vorgänger die Bewegungen und PlaneI Blacke’s noch völlig unbekannt; allein schon den er-; steil Tag nach seiner Ankunft erfuhr Suchet, dafs Ge-’ neral Laval bey Alcanitz angegriffen worden war, undsich vor überlegenen Streitkräften hatte zurückziehenmüssen; zu gleicher Zeit meldete der an der Cincaaufgestellte General Robert, dafs er acht Eliten-Kom-pagnien auf das linke Ufer dieses Flusses habe über-gehen lassen, dafs er durch ein plötzliches Anschwel-len des Wassers von denselben getrennt, und dafs sie,ohne dafs er ihnen hätte Hülfe zukommen lassen kön-nen, von den bewaffneten Einwohnern, unter Mitwir-kung der Besatzung von Lerida, umringt und nacheinem dreytägigen, ruhmvollen Gefechte gefangen wor-den seyen. Der Verlust dieser Tapfern verdiente al-les Bedauern , war aber nicht mehr gut zu machen.Die gröfste Aufmerksamkeit und einen raschen Ent-schlufs erforderte aber Blacke’s Bewegung auf Alcanitz;denn er war es, der an der Spitze von 18,000 Mannnach Arragonien eindrang und Saragossa bedrohte. Das3te Korps lag zerstreut umher; General Suchet beriefin aller Eile den General Habert auf das rechte Ebro-Ufer zurück; alle Reserven, die er vorfand, führte ermit sich nach Saragossa, begab sich von da zur Un-