Band 
Dritter Band.
Seite
332
JPEG-Download
 

33 2 ■

anzubieten. Zufrieden, ihn angelockt zu haben, tratletzterer sogleich seinen Rückzug an, St. Cyr kehrtaugenblicklich zurück; allein die Maulesel, welche dieZufuhr herbeygobracht hatten, waren schon eben soglücklich wieder aus der Stadt zurück, als sie hinein-gekommen waren. Am ig November, wo die Breschein den Werken der liauplfestnng brauchbar war, ver-suchte man einen Sturm, aber ohne Erfolg.

Den 2üsten machte Blacke einen dritten Versuchzur Unterstützung des Festplatzes. Diefsmal aber trafSl. Cyr so gute Vorkehrungen, dafs die von Abispalherkommende Zufuhr in dem Augenblicke, wo die Spi-tze der von O’donell geführten Truppen zwischen denForts einrückte, überfallen, umzingelt und gänzlichaufgehoben wurde. Dieses glänzende Gefecht, das denSpaniern 3,000 Mann kostete, fand im Angesicht vonBl acke’s, bey San-Pelago gelagerter Armee Statt.

Die i ngwierige Vertheidigung Girona’s schien mirjedoch gegen St. Cyr’s Thatkraft und Thätigkeit zuzeugen; ich beschlofs . ihn durch Augereau ablösen zulassen, der sich in diesem Lande bey der berühmtenSchlacht von Figueras im Jahre 1794 Ruhm erworbenhatte. Einige Tage nach obenerwähntem Gefechte über-nahm dieser General den Oberbefehl ü-ber St. Cyr’s Ar-mee» that jedoch Nichts, was meine Wahl hätte recht-fertigen können. Er begann damit, O’donell, der seineTruppen, deren Anwesenheit, nach dem Verluste derZufuhr von Lebensmitteln , in Girona lästig wurde,wieder herausführte, entwischen zu lassen.

Den n Dezember sah sich die immer lebhafter indie Enge getriebene und auf das Aeufserste gebrachteFestung endlich genöthigt, zu kapituliren. Die Hälfteder Einwohnerschaft und der Besatzung war in diesemruhmwürdigen Kampfe zu Grunde gegangen.