Band 
Dritter Band.
Seite
334
JPEG-Download
 

334

zwar in den Ost-Pyrenäen, um von da aus nach Arrago.nien und Catalonien zu operiren.

D er König wollte das Vergnügen, zu Madrid zuregieren, zu l'riili geniessen ; er hätte warten sollen,bis Spanien unterworfen war; seine Hauptstadt hättein den Lagern der Armee des Centrum’s bis zur völ-ligen Unterwerfung des Königreichs seyn müssen. Erwollte mit aller Gewalt sein Land schonen, und umdieser Idee willen rcufsten viele militairisclie Bewe-gungen unterbleiben. Er war schon eben so sehr Spa-nier, als Philipp V, da er mit dem Regenten Kriegführte. Wahr ist es, er mufste, um sich Anhang zuverschaffen, wohl einmal zu regieren versuchen: daseinzige Schlimme dabey war., daf's er zwey Jahre zufrüh anfieng. Joseph, der nur 4—5,000 Mann franzö-sische Garde bey sich hatte, wollte eine Armee; manorganisirte ihm Regimenter aus den zahlreichen, aufallen Punkten des Königreiches gemachten Gefangenen.Die Waffen und Kleidung, welche er ihnen geben liefs,waren aber blofs für die Insurgenten; denn zu diesengiengen sie über, so wie sie nur immer entkommenkonnten , und diefs war nicht sehr schwierig. Manhätte alle diese Gefangenen bis zu erfolgtem Friedennach Frankreich schicken sollen; dort hätte man sienützlich verwenden können. Die Besetzung aller Pro-vinzen war ein um so unglücklicherer Gedanke, als derKönig nun nicht einmal Kontributionen von denselbenerheben konnte, so dafs ich mich genüthigt sah, ihmeine jährliche Subsidie von 6 Millionen zur Unterhal-tung seines Hauses auszusetzen.

Unrecht hatte ich, Soult mit unzureichenden Streit-kräften nach Portugal geworfen zu haben ; die Wieder-einschiffung Moore’s täuschte mich über den Wider-stand, den ich von dort erwartete; ich glaubte, die