Band 
Dritter Band.
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5 . die Kaiser werden zu Paris und zu Rom gekrönt;

6 . alle Landeslierrlichiieit im Innern des Kaiserthu-mes wird für unverträglich mit einer geistlichenObergewalt erklärt;

j. bey ihrer Ernennung werden die Päpste einen Eiddarauf ablegen, nie etwas gegen die vier Haupt-sätze der gallikanischen Kirche zu unternehmen;

g. diese Hauptsätze werden für alle Kirchen des Kai-serthums gemeinschaftlich erklärt.

Durch die übrigen Artikel wurde für den Papst einPallast zu Paris und einer zu Rom, sein jährlichesEinkommen auf zwey Millionen bestimmt, und die Be-streitung der Ausgaben des heiligen Kollegium’s undder Propaganda dem kaiserlichen Schatze zugewiesen.In weiterer Folge dieser Maafsregeln wurden alle Archivedes Vatikans nach Paris geschafft. Der grofse Plan,Paris zur Hauptstadt des katholischen Eu-ropa zu machen,, war nun z u r H ä 1 f t e verwirk-licht; ich hätte so mit einem Streiche dasgrofse Reich um den siimmtlichen t h e okra-tischen E i n f 1 u fs verstärkt, und die Religionvon dem ultramontanischen Jesuitismusgesäubert. Europa wäre dem Fanatismusauf ewig entrissen gewesen: die schöne Re-ligion der ersten Christen wäre dadurchnur um so mehr verehrt und den Völkern undRegierungen um so vortheilhafter geworden.

Ein solches Glaubensbekenntnifs, in Bezug auf dieErhaltung der Rechte des Thrones, war nicht geeignet,die Feindschaft des Papstes zu mindern, der, aufserStande, sein zeitliches Reich zu vertheidigen, die ver-alteten Privilegien des heiligen Stuhles wieder in’s Be-ben rufen wollte. Ich war mit dem Bann belegt, undmeine Ernennungen zu erledigten BischofFs - Stühlen,