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Schwarzcnberg, eine beinahe unabhängige Stellung ein-nahm, und mit den Anführern des Heeres, welches zu-gleich unter kaiserlicher Autorität geworben war, ver-bunden die alte Politik fortzusetzen gedachte. Man kannnicht ohne Erstaunen und Antheil lesen, wie Friedrich Wil-helm seine Fesseln brach, jene Anführer, welche zugleich inden Festungen befehligten, in seine Gewalt brachte, undsich ihrer entledigte; man wird dabei an die kühnen undglücklichen Stratagcme italienischer Parteigänger erinnert;nur daß hier das Talent dem guten Rechte diente; dervon seinen Vatern erbauten Festen und des alten Erb-landcs mußte sich der Fürst durch eine Verbindung vonList und Gewalt bemächtigen. Gegen den Minister be-durfte es weder eines Verfahrens noch vollends einerGewaltthat, wie man so lange geglaubt hat. Sein Endeist vielleicht auch anthropologisch merkwürdig. Schwar-zcnbcrg war in einem gereizten, zwischen dem Gefühlvon Krankheit und Gesundheit schwankenden Zustande, alseines Tages die Hauptlcute eines dem Kaiser verpflich-teten Regiments mit Ungestüm rückständigen Sold vonihm forderten, so daß er ihnen eine Zahlung aus seinereignen Casse leisten mußte, und gleich darauf ihm aufweitem Umwege, aber um so sicherer die Kunde zuging,daß sein neuer Fürst ihm ungnädig sei. ^ Wir dürsten
1. Das ist Wohl der Sinn der Nachricht, die er von Regens-burg bekam, »wclchergestalt ein Oberster berichtet, er hätte zu Königs-berg einen Sr. Churfl. Durchlaucht vornehmen Diener verstanden,daß es übel um Sie (den Grafen Schwarzcnberg) stünde — dar-