Band 
Erster Band.
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macht, in ihrer Verbindung mit der protestantischen Kir-chensorm, die in dem Frieden festgestellt ward, unendlichzu Statten. Ohne Zweifel mußte man vor allen Dingenstark genug sein, um dieselbe zu behaupten. Die Erfahrrung hatte gezeigt, was aus dem Mangel an kräftigen undwiderstandsfähigen Staatsbildungcn für Deutschland er-folgt war. Wenn es nun einmal zwei entgegengesetztereligiöse Prinzipien im Reiche geben sollte, so mußten sieeinander auch das Gleichgewicht halten können, damitnicht immer der eine oder der andere Theil gegen jedeihm drohende Gefahr sich nach fremder Hülse umzusehenbrauchte.

Früher hatte man es mit Bündnissen versucht, aber siewaren immer zersprengt worden, oder an innerem Zwie-spalt gescheitert. Welch ein Vortheil für den deutschenProtestantismus, wenn nun eine Macht entstand, die auseigener Kraft sich zu vertheidigen, und gegen fremdartigeWcltcinwirkungcn zur Wehre zu setzen vermochte.

Doch bestand nicht darin allein das Erforderliche; mankonnte sogar sagen, daß Schweden das religiöse Prin-zip allezeit in Schutz nehmen werde. Aber war dies als-dann auch der deutsche Gedanke des Protestantismus, derniemals von Kaiser und Reich abgelassen? Wurde da-durch nicht einer dem Wesen nach fremdartigen Staats-rücksicht ein überaus nachthciliger Einfluß aus die innerstenBeziehungen des deutschen Gemeinwesens gestattet? ImKriege waren den beiden Mächten, die durch denselben