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Erster Band.
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die dann überall sehr tief eingriffcn und litt nicht, daßihnen Widerstand geleistet wurde.'

Dagegen gelangte die fürstliche Gewalt in unmittel-baren Besitz der allgemeinen Regierung. Wer wollte ihreBedürfnisse bemessen, oder mit ihr Abrechnung halten?

Nicht als ob sie unumschränkt geworden wäre: durchdas Ansehen, welches der Nitterstand behauptete, warenihr für einen guten Theil ihrer Landsassen und Untertha-nen die Hände gebunden: aber ein großes Gebiet behieltsie doch frei. Da setzte ihr eigentlich nur die Ertragsfähig-keit des Landes Schranken, und sie ward auf das Be-streben hingewiesen, dieselbe so viel möglich zu erhöhen.Sie bekam einen populären und administrativen, national-ökonomischen Charakter. Sie würde sich selbst vernich-tet haben, hätte sie blos darauf denken wollen, Geld zu-sammenzubringen; sie mußte erfinderisch werden, das all-gemeine Wohl zu befördern, nur um ihre eigensten Zweckeerreichen zu können.

Das entsprach nun auch ganz den Ideen, in denenFriedrich Wilhelm lebte. Er hielt dafür, daß es Rcgic-rungsrcchte gäbe, die der Fürst nie in die Hände derStände gerathen lassen müsse, von denen nur ihr eigenerVortheil gesucht werde. Er war sehr einverstanden da-mit, daß der Adel auf seine besonderen Angelegenheitenbeschränkt wurde; aber auch die Magistrate der Städte

1- In der Resolution auf städtische Klagen im Jahr 1683 heißtes »daß aller Orten wo fremde Einnehmer, die Einnahme accuraterrespicirt werde, als in denen wo die RccePtoreS eigne Güter haben.«