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gebcns; der ihm versprochenen Satisfaction ward nichtweiter gedacht, der Friede geschlossen, und zwar unter je-ner Bedingung; der Churfürst mußte seine Eroberungenherausgeben; es blieb ihm nichts als ein geringer, beider früheren Auseinandersetzung abgerungener Landstrich,eben genug, wie ein Venezianer sagt, um ihm das übrigeim Gedächtniß zu halten. Er mußte erleben, daß seinpolitisches Verhalten in seinem Hause und Hofe sogar geta-delt wurde. Denn er hätte den Franzosen, als sie ihm,was in der That geschehen war, in der Mitte des Kriegeseinst Stettin angeboten, Gehör geben, und nicht an einerAllianz festhalten sollen, die sich jetzt so unzuverlässig er-weise; der sei nun einmal unglücklich, der seine Kräfte fürdie Wohlfahrt des deutschen Reiches anstrenge.
Der Churfürst gerietst in eine Stimmung wo er lie-ber gesehen hätte, Ludwig XIV wäre selber römischer Kai-ser gewesen: dann würde Strasburg wenigstens nicht vomReiche losgerissen worden sein, was jetzt Niemand zu ver-hindern vermochte. Sein Ehrgeiz nahm eine Richtung ge-gen die bisher mit ihm verbündeten Mächte, namentlichgegen Östreich, an das er Ansprüche der wcitaussehendstenArt erheben durste. Die große schlesischc Frage tauchte auf,welche dereinst noch zu einer ganz andem Entscheidung füh-ren sollte. Am besten sagen wir wohl hier sogleich einWort davon.
Im Jahr 1537 hat Churfürst Joachim II eine Erb-verbrüdcrung mit den nahe befreundeten piastischen Her-