Band 
Erster Band.
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St

trag wußten nur zwei von ihnen, Paul von Fuchs undder Fürst Georg von Anhalt.

Wohlmeinende Männer, die ohne Zweifel ein für dasbrandenburgische Haus, das doch wieder einen Zuwachserhielt, und für die allgemeinen Interessen sehr nützlichesWerk zu Stande gebracht zu haben glaubten; allein auchste waren getäuscht.

Denn wenn man nun die zweite Frage auswirft, wiesich Östreich doch zuletzt zu einer Abtretung von Landund Leuten bestimmen ließ, so sieht man bald, daß essein Ernst nicht war. Freitag pflog indessen eine Unter-handlung mit dem Churpnnzen, durch welche diese Ab-tretung wieder zurückgenommen ward. Er stellte vor,die ganze Forderung werde nur von den Französisch-gesinnten, und zwar in der Absicht betrieben, die Allianzscheitern zu machen. Der Churprinz, der in den Anhän-gern von Frankreich persönliche Feinde sah, und von demEinfluß seiner Stiefmutter auf den Vater testamentarischeBestimmungen fürchtete, die ihm nachtheilig seien, ge-gen die er einen Rückhalt am Kaiser zu haben wünschte,ging willig auf diese Eröffnungen ein. Über die Gerech-tigkeit seiner Ansprüche schlecht unterrichtet, wie er späterselber erzählt' ohne irgend eines Menschen Beirath, denndas tiefste Geheimniß war ihm zur Pflicht gemacht, ließer sich erst zu dem mündlichen, dann zu dem schriftlichen

1. Schreiben Friedrichs, im Lager zu Bonn ^ Sept. 1689.