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dem Vater war dieser Gedanke mit Eroberungsabsichtenverbunden gewesen; in dem Sohn war es mehr ein per-sönlich dynastischer Ehrgeiz. Ist es nicht so, daß ohnedie Aufeinanderfolge so vieler ruhmwlirdiger Fürsten dieEntstehung eines Staats wie dieser gar nicht zu denkenwäre? In ihrer Reihe wollte auch er mit einem aus-gezeichneten Verdienst erscheinen: da Friedrich I, sagt er,in mein Haus die Churwürde gebracht, so wollte ich gernals Friedrich IH die königliche hineinbringen, wie es heißt:alles Dreifache ist vollkommen.
Mit Bestimmtheit ergriff er den Gedanken zuerst imJahre 1693. ' Er hatte damals einige Truppen nachCrosscn geführt, um dem Kaiser gegen die Türken zudienen; die kaiserlichen Minister waren jedoch weder zurrechten Zeit gekommen, solche in Empfang zu nehmen,noch hatten sie, als sie endlich erschienen, gewisse Zusa-gen und Anwartschaften die Friedrich erwartete mitge-bracht; ziemlich verstimmt, daß er Mißachtung erfahre,in einem Augenblicke wo er erhebliche Dienste leiste, be-gab er sich nach Carlsbad. Hier traf sein Gesandteraus Wien bei ihm ein, den die dortigen Minister ersuchthatten, ihr Versehen zu entschuldigen; im Einvcrständnißmit diesem und dessen Bruder seinem ersten MinisterTankelmann entschloß sich Friedrich, mit dem Wunschden er bisher im Stillen gehegt und nur im Gespräch
1. Über diese Krontractalen habe ich in einer akademischen Ab-handlung ausführlicher gehandelt.