fassung welche die Jugend beschämte; die Königin fandgroßes Gefallen an ihm. Sie lud ihn wohl mit einemoder dem andern protestantischen Prediger zu sich ein, —jedesmal nur mit einem, um nicht Verwirrung zu veran-lassen, — und verfolgte mit großer Aufmerksamkeit die Ar-gumente welche sie gegen einander vorbrachten. Manhat davon angefangen, ob Petrus in Rom gewesen, dannden Primat des römischen Stuhles, die Immunität undBefugnisse des geistlichen Standes durchgesprochen, bisman auch auf die schwebenden Streitigkeiten in der katholi-schen Kirche, z. B. das Verhalten des Papstes in der janseni-stischen Sache, gekommen ist. Einer der vornehmsten Gedan-ken Votas war, daß sich eine Wiedervereinigung der Kircheauf den Grund der Lehre der Kirchcnväter und der altenConcilien hoffen lasse. Wenn ihm Bcausobre oder Lenfanteinwandten, daß auch von den griechischen Kirchenvaterndie Sprache der Schrift nicht immer verstanden, und man-ches fremdartige, ncuplatom'sche eingemischt worden sei, ge-rietst er in einen heiligen Eifer, der ihm unendlich gut stand.Man besitzt einen merkwürdigen Brief der Königin darüber,zu dem ihr ihre Gelehrten ohne Zweifel die Materialiengegeben haben die letzte Redaction würde einer denken-den Fürstin nicht ungcmäß sein: sie ist bei eingehendemErnst doch leicht und angenehm.
1. Abgedruckt bei Erman: Alemoire, l>o„r »errir ?, I'I„',toire <Ie8opl,,e ci.srlotte 247. Wenn Vota zu verstehen gab, daß er nahedaran gewesen sei, die Königin zu bekehren, so muß er wohl diesenBrics vergessen haben.